Trend: Social Trading

In der Generation meiner Eltern war es noch üblich einen Vermögensverwalter oder Banker des Vertrauens zu haben. Diese Zeiten sind langsam vorbei. Ein Großteil meiner Generation setzt bereits auf alternative Assets, wie etwa Bitcoin & Co. und sucht sich über Social Trading Plattformen die besten Aktien oder ETF’s heraus. Vor rund 20 Jahren war der Aktienhandel noch etwas für Spezialisten. Der Zugang zu qualitativ hochwertiger Information war Bankern mit Reuters oder Bloomberg Zugang vorbehalten. Heute hat jeder (der will) Zugang zu relevanten Informationen. Auf dieser Grundlage begann sich ein neuer Trend zu formieren, das sogenannte „Social Trading“.

Was ist Social Trading? Dem Trend der Sozialen Netzwerke folgend, setzen Social Trading Plattformen auf „Crowd Intelligence“. Der Trend und entsprechende Plattformen basieren auf vollständiger Transparenz, Kommentierungen und dem aktiven Austausch von Meinungen einer Community die sich nicht physisch kennt. Der US-Professor und Ökonom Nouriel Roubini sagte bereits 2016 voraus das Social Trading, als alternative zur Vermögensverwaltung außerordentlich hohe Wachstumsraten sehen wird.

Beispiele

Pynk (Made in England) fragen etwa ihre Community jeden Tag nach dem Bitcoin Preis von morgen. Das Spiel ist witzig und natürlich nur ein smarter Growth Hack der Nutzer anzieht. Was die Sache allerdings auf den zweiten Blick spannend macht, ist das die Nutzer eigentlich eine KI (Künstliche Intelligenz) trainieren. Die Gründer dieses Startups suchen die besten „Analysten“ (oder Hellseher) der Welt und planen tatsächlich eine Art „KI“ zu entwickeln die als Hedge-Fund aktiv wird. Besonders fair finde ich, dass sie ihre User der ersten Stunde an diesem Fonds beteiligen wollen – entsprechende Punkte kann man mit Prognosen „minen“.

Eine der führenden Social Trading Plattformen in Europa heißt Wikifolio* – ein Startup aus Österreich! In diesem Fall bin ich ebenfalls leidenschaftlicher Nutzer – ein sog. Wikifolio-Trader. Ich manage seit etwas mehr als einem Jahr sehr regelmäßig ein Musterportfolio auf dieser Plattform – ein sogenanntes Wikifolio. Mein Wikifolio „DIGITAL GAMECHANGERS“ folgt einer klar einsehbaren Strategie. Ich investiere in einen Markt den ich kenne, in Technologie-Werte. Ich liebe schon seit meiner Kindheit Aktienmärkte und beschäftige mich seit fast 15 Jahren beruflich mit Veranlagungen. Das macht mich keines Wegs zum besten, aber auch nicht zum schlechtesten Anleger. Bei Wikifolio ist alles transparent einsehbar, meine Trades könnte man also einfach kopieren oder sich auch nur Anregungen holen. In Deutschland gibt es sogar die Möglichkeit über Wikifolio in Strategien zu investieren. Ich kommentiere, wenn ich meine Cash-Quote erhöhe oder mein Risiko in einem Wert erhöhe oder verringere. Jeder sieht wo ich investiert bin, kann vergleichen ob ich ein besseres Händchen habe als andere und mir folgen.

Parallel arbeite ich an einem neuen Wikifolio – FAMILY OFFICE DYNAMIC -, welches gerade der Wikifolio Community vorgestellt wird und nach Unterstützern sucht um publiziert zu werden. Die Strategie dieses Wikifolios basiert auf ETF’s und einem Asset Allocation Algorithmus den ich mir selbst programmiert habe. Ich konzentriere mich hier nicht auf Einzeltitel sondern viel mehr um das Risikomanagement.

Heute findet man nahezu alle Information über Märkte in öffentlichen Webseiten oder im (normalen) Online Banking. Wer also ein wenig Talent hat und sich für Investments interessiert kann über Social Trading leichter als jemals zuvor einsteigen und sich informieren.

*) Disclaimer: Ich bin weder an Wikifolio noch an PYNK aktuell direkt oder indirekt zum heutigen Tage beteiligt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.