Open Petition – Neuauflage Covid Hilfsfonds

Es ist meine erste Unterschriftenaktion bzw. „Online Petition“ für ein Anliegen, welche ich seit Tag Eins unterstütze. Ich war immer eine Freund konstruktiver Arbeit im Hintergrund. Für das Startup Ökosystem konnte so zu wenig erreicht werden. Zu viele Firmen stehen vor dem aus. Es brauchte eine Gruppe österreichischer Startups Monkee, Dealmatrix und Blockpit, die stellvertretend für viele weitere Startups ihren Mut sammelten und eine Petition zur Neuauflage des Covid-Hilfsfonds starteten. Die Politik hatte zuvor mehrfach über die Medien ausgerichtet, dass es keine Neuauflage des Instruments geben werde.

Das Ökosystem hingegen spürt was auf dem Spiel steht und stellt sich dagegen. „Ohne Geld keine startups. Der Covid Hilfsfonds ist in der Geschichte der Startups in Österreich potentiell das beste (staatliche) Instrument bisher – es bewegt privates Kapital und das Risiko für den Staat ist ziemlich gering (das Geld muss ja zurückbezahlt werden, der großteil wird das auch tun)“ erklärt Johann („Hansi“) Hansmann in seinem Kommentar, als einer der ersten Unterstützer der Petition. Es ist kein Zufall das führende Business Angels sowie der Business Angel of the Year 2020 – Níkolaus Futter, Angel Netzwerke wie die AAIA oder der European Super Angels Club die Gründer unterstützten. Sie waren es schließlich die ihre privaten Budgets ausgereizt haben, um Startups in diesem besonders schwierigen Jahr zu stützen. Nächste Jahr könnte es aber eng werden. Immer mehr Angels pausieren und werden restriktiver mit Investments. Es braucht also Anreize um Kapital zu mobilisieren, oder um solches aus dem Ausland anzuziehen.

Können Instrumente zu gut funktionieren?

Der Covid-Startup-Hilfsfonds wurde sehr gut, vielleicht zu gut, angenommen. Er war aber viel zu gering dotiert und folglich sehr schnell in voller Höhe ausgeschöpft. Zahlreiche Startups kämpfen seit dem ersten Lockdown verstärkt um Investoren und diese wurden genau in dieser Zeit immer weniger. Das Jahr 2020 zeigte zwar Rekordsummen im Bereich der Venture Capital und Angel Finanzierungen, dieses Bild ist aber verzerrt. Was man dabei leicht übersieht ist das die Startups unerwartet viel Geld brauchten, welches nachgeschossen werden musste. Aus Sicht des Investors bedeutet das, dass das Geld schlecht gearbeitet hat und zu schnell verbrannt war. Damit muss man rechnen, aber Investoren werden auch nicht unlimitiert zuschießen.

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Jene Startups die bereits eine Runde auf dem Weg hatten konnten in der ersten Runde des Covid-Hilfsfonds bereits einreichen. Wer aber zu langsam war, weil man z.B. durch die Krise eine ungeplante Runde machen musste, der hatte das nachsehen. Der Topf war in wenigen Monaten ausgeschöpft.

Gegenüber Standorten wie Berlin, London oder Paris sind Startups seit der Ausschöpfung des Covid-Hilfsfonds benachteiligt. Die genannten Hubs haben unser Erfolgsmodell nämlich kopiert und bieten es erfolgreich in Kombination mit viel größer dimensionierte Instrumenten (vgl. „Zukunftsfonds“) lokale Förderbanken an.

Neuauflage Covid Hilfsfonds

Unterstützt wird die Petition – ausgehend von den Startup GründerInnen – vom österreichischen Business Angel of the Year, Nikolaus Futter, von mir (Berthold Baurek-Karlic – Venionaire Capital, Business Angel Institute, European Super Angels Club) und der AAIA – Austrian Angels Investors Association, sowie zahlreichen weiteren Personen und Institutionen, die aktiv das Startup Ökosystem seit Jahren gestalten. Bereits nach einem Tag hatten über 150 Österreicher die Petition unterschrieben.

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„Der zweite Lockdown verschärft die ohnehin angespannte Situation für uns junge Unternehmen nochmals. Es besteht die Gefahr, dass die Zukunft der österreichischen Wirtschaftsentwicklung nachhaltig und dauerhaft beschädigt wird. Wir fordern daher eine Neuauflage des Covid-Startup-Hilfsfonds, mit einem Volumen von EUR 150 Millionen. Die Ausgestaltung als rückzahlbarer Zuschuss stellt sicher, dass ein Großteil der Unterstützungsgelder auch wieder an die Republik Österreich zurückfließen werden. Der dadurch geschaffene volkswirtschaftliche Effekt, die Zukunftsunternehmen Österreichs zu entwickeln und zu fördern, und neue Arbeitsplätze zu schaffen, wird ein Vielfaches der möglicherweise verlorenen Zuschüsse betragen.“ erklärt Florian Wimmer, Gründer von Blockpit.

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