Neues Buchprojekt: 100 Startups – Made in Austria

Es freut mich ganz besonders, dass mein neues Buchprojekt gemeinsam mit Florian Kandler und dem Verlag Hometown Media in Umsetzung geht. Unter dem Titel „100 Startups – Made in Austria“ werden wir Gründergeschichten von 100 Startups beleuchten, die ihren Weg machen. Wir werden von zukünftige Hidden Champions, von Deep-Tech bis zu digitalen Wettbewerbern in kurzen Fakten Checks und Interviews vorstellen. Das Buch selbst wird global beworben, an ausgewählte VCs in ganz Europa versandt. Die Community selbst wählt aus einer Liste von rund 200 Startups, welche 100 Unternehmen für das Buch eingeladen werden sollen.

Hintergrund zum Buch

Die Idee zu „100 Startups – Made in Austria“, entstand gemeinsam mit dem Verlag Home Town Media. Es ist handelt sich bis zu einem bestimmten Grad um eine englischsprachige Fortführung des früheren Buch-Projekts „Erfolgsgründer: Made in Austria“ von Berthold Baurek-Karlic, Fabian Greiler und Helmut Pöllinger (November 2014) Taschenbuch. Der Aufbau des Buchs wird etwas verändert und soll für den Leser dadurch noch interessanter werden. Das Ziel ist international mehr Aufmerksamkeit auf das gewachsene Ökosystem in Österreich zu lenken. Unser neues Buch baut auf dem rund 6 Jahre alten Buchprojekt Erfolgsgründer auf. Es wird sich aber in wesentlichen Punkten unterscheiden. Die Community selbst wird diesmal entscheiden, wer für ein Interview in dem Buch eingeladen wird. Gemeinsam mit Florian Kandler haben wir ein paar sog. growth-hacks entwickelt, die den Startups viel Reichweite abseits vom Buch selbst bringen sollen. Viel zu oft, leiden heimische Startups darunter international zu wenig Sichtbarkeit zu bekommen, wie aufmerksame Leser bereits in meinen letzten Beiträgen auf diesem Blog gelesen haben.

Welche 100 Startups sollen ins Buch?

Auf der Landing-Page zum Buch kann man seit heute für seine Favoriten abstimmen. Die Stimmenabgabe ist einmal täglich möglich. Das österreichische Startup Ökosystem hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen haben sich mehr und mehr innovative Unternehmer und Investoren gefunden, die etwas verändern wollten. Erste internationale Erfolge waren als Bestätigung dieses Wegs wichtig.

Mittlerweile lesen wir regelmäßig von internationalen Größen, die in heimische Startups investieren. Der Austrian Startup Monitor 2019 belegte in Zahlen, wie groß der Wirtschaftsfaktor Startups geworden ist. 2.200 Startups wurden seit 2008 gegründet, wovon 9 von 10 Mitarbeiter angewachsen sind und laufend neue Arbeitsplätze geschaffen haben. In Summe arbeiteten rund 17.500 Menschen in österreichischen Startups. Finanziert wurden startups zu 52% mit Wachstumskapital. Bemerkenswert ist das 90% der Startups bereits Ende 2019 Umsätze im Ausland verbuchten und somit die DNA möglicher zukünftiger Hidden Champions in sich tragen.

Der mehrfache Unternehmensgründer und Co-Autor des Buchs, Florian Kandler unterstreicht die Bedeutung des Projekts: „Erfolgreiche Unternehmen wissen oft gar nicht, wie stark ihre Geschichte einen indirekten Einfluss auf unsere Wirtschaft übt. Jedes Mal wenn sie ihr Wissen und ihre Story mit Jungunternehmern und der Community teilen, passiert in den Köpfen der Zuhörer etwas. Es sind Stories, die Menschen zum Unternehmertum bringen und Wissen, das der nächste Generation von GründerInnen auf ihrem unternehmerischen Weg hilft.“. Florian lernte 2011 als er im Silicon Valley lebte, wie wertvoll es ist wenn erfahrene Unternehmer Wissen mit einem teilen. Er propagiert seither die #PayItForward Geisteshaltung und geht selbst mit gutem Beispiel voran, wie Freunde seine Podcasts „Gründer und Zünder“ oder Leser des Austrian Startup Monitors, oder seines Buches „Business Angels vs. Business Devils“ wissen.


Margaret Childs, ist in der Startup-Szene seit Jahren sehr aktiv und war als Verlegerin perfekt. Als Gründerin des englisch sprachigen Magazins und der zugehörigen Online-Platform „Metropole“ blickt sie regelmäßig hinter die Kulissen der Bundeshauptstadt Wien und teilt wissenswertes über alles was sich in Österreich tut. Zu ihren Lesern zählt eine internationale Community – sogenannte Expats. Corporate Publishing ist neben dem Magazin ein wesentlicher Teil ihres Geschäfts geworden und somit hat sie das Buchprojekt initiiert von Florian Kandler und Berthold Baurek-Karlic sofort angesprochen. „Wir wollen das Bewusstsein für Startups – Made in Austria schärfen. Es gibt großartige Erfinder und Gründer in Österreich, diese sind aber häufig in der breiteren Öffentlichkeit kaum bekannt. Die Pandemie hat uns aufgezeigt, dass wir diesen Produkten, Services und Europäischen Alternativen zu internationalen Tech-Riesen mehr Beachtung schenken müssen.“.

Du willst unser Projekt unterstützen? Der Vorverkauf ist eröffnet, die beste Unterstützung ist eine Ausgabe unserer Hardcover „Special Edition“ vorab zu bestellen -> siehe Infoseite 100 Startups – Made in Austria.

10 Top-Picks in der Corona Krise

Wer in diesen Tagen die Finanzmärkte beobachtet wird Zeuge einer atemberaubenden Achterbahnfahrt. Es ist eine Fahrt, die noch einige Zeit dauern wird und einige Chancen und Risiken birgt. Wie bei einer Achterbahn üblich startet die Fahrt mit einem schnellen Start bergab, gefolgt von einer ersten Korrektur und wir wissen alle das noch die ein oder andere Welle kommt – wer mag kauft und verkauft schnell, die konservativen unter uns warten erst einmal ab. Vermögensverwalter werden ihnen in Zeiten wie diesen nicht Raten zu zocken, sie halten sich in der Regel an zwei einfache Regeln: erstens Panik vermeiden und zweitens Risiken managen. Sie nehmen Risiko aus dem Portfolio und gehen zu nächst in Cash, viele Investoren legen frisches Geld zu ihren Banken und sagen „wenn es soweit ist investiert – ich will von tiefen Kursen profitieren“. Analysten und Fondsmanager sind sich ihrer Verantwortung bewusst, sie überlegen aktuell sehr genau, welche Firmen von der Krise profitieren und welche in besonders schwere Zeiten schlittern. Die Übung habe ich für mich auch gemacht

Ich muss gestehen ich habe in dieser Krise gleich ein paar Mal Glück. Einerseits sind Technologie Unternehmen in der Krise sehr gefragt, da sie uns helfen unsere Jobs auch von zuhause aus zu verrichten. Es gewinnen nicht alle Unternehmen, sehr wahrscheinlich aber jene die Services in den Bereichen Cloud, Video, Telefonie, Messenger, Daten-Analyse und Broadcasting (Webinare) rund um das Thema Home-Office anbieten.  Einer der offensichtlichen Profiteure ist ist die Zoom Video Aktie. Ich hatte sie selbst zu sehr attraktiven Konditionen gekauft, allerdings auch schnell wieder verkauft da der Titel viel zu schnell ein neues „all-time-high“ erreichte und viel zu stark überbewertet war. Mein Motto ist stehts – sei gierig wenn Preise attraktiv sind, gehe zufrieden wenn sie hoch sind, auch wenn das bedeutet das ich nun ein paar Wochen zuschauen muss wie die Aktie weiter steigt. Ich jage weder die Hochs noch die Tiefs.

Meine persönlichen 10 Top-Picks sind Titel die ich grundsätzlich (aus heutiger Sicht) ein Jahr halten möchte. Ich führe die Liste – bewusst ohne nähere Kommentare – in diesem Artikel (unten) an, möchte aber darauf hinweisen das ich damit ausdrücklich keine Kaufempfehlung abgebe, hinsichtlich einer Veranlagung berate und sogar strikt davor warne ohne Rücksprache mit einem professionellen Berater in Aktien zu investieren.

Handelt sich um eine große Krise?

Setzen wir die Krise zunächst einmal in Relation. Wie ist das Ausmaß der Krise zu beurteilen? Die Covid19 Krise hat bereits Geschichte geschrieben, es war der stärkste Kursverfall seit 1987. Wir wurden wohl alle auf dem falschen Fuss erwischt. Deutsche Medien sehen die deutsche Wirtschaft bereits in eine Rezession schlittern Automobilindustrie. Wenn die stärkste Volkswirtschaft in der EU und der wichtigste Handelspartner Österreichs in derartige Schwierigkeiten kommen sollte, dann wird dies wohl auch bei uns spürbar werden. Die Rettungspakete für die Wirtschaft erscheinen unter diesem Licht mehr als verständlich – manch einer rechnet jetzt eventuell nach und wird sich fragen ob die Maßnahmen ausreichend sind.

Manchmal hat man Glück, im Unglück. Manche nennen es das Glück der tüchtigen. Die Einschätzung überlasse ich jedem selbst. Ich für meinen Teil hatte jedenfalls Glück. Vor den großen Kursabstürzen an der Börse hatte ich bereits das Risiko in meinem Wikifolio „Digital Gamechangers“ deutlich reduziert – allerdings nicht wegen Covid19. Die Auswirkungen des Virus und dessen Ausbreitung in Europa und in den USA hätte ich mir in dieser Form damals noch nicht vorstellen können. Ich hatte vielmehr die Erkenntnis gewonnen, dass die Bewertungen einzelner Aktien zu stark aufgeblasen waren. Eine Korrektur musste kommen. Das Hoch oder Tief erwischt man selten, ich habe mir auch abgewöhnt darauf zu wetten und habe in Kauf genommen zu früh das Risiko zurück zu nehmen. Relativ zu meiner wichtigsten Benchmark, dem Technologie Index NASDAQ und zu einer gut vergleichbaren Strategie hat sich mein Wikifolio ausgesprochen gut geschlagen.

Besser als die Benchmark

Ich war zwischenzeitlich bis zu 60% in Cash und konnte so den Kursrutsch am NASDAQ gut abfedern. Was mich allerdings noch etwas mehr freut, ist dass ich eines der am besten bewerteten Wikifolios „High-Stockpicking“ zumindest in dieser Marktsituation um rund 15% out-performend habe.

Was zählt ist natürlich die langfristige Performance, dessen bin ich mir bewusst. Von der aktuellen Situation kann man gut profitieren, wenn man ausreichend cash hat um sich sukzessive in die richtigen Titel einzukaufen. Wenn Aktien in kurzer Zeit 50% oder mehr an Wert verlieren, dann kommt es in der Regel zu einer Gegenbewegung und es gibt die Chance auf eine satte Outperformance steigt – diesen Effekt sieht man grundsätzlich gut in Statistiken zu historischen Krisen. Andreas Kern – der Gründer von Wikifolio – teilte hierzu kürzlich auf Facebook nachstehende Grafik die dies sehr schön veranschaulicht.

Meine Top 10

Ich glaube fest daran das die aktuelle Krise eine Chance für uns darstellen kann. Ich halte wenig davon in Depression zu verfallen und empfehle jedem das meiste aus dem Home-Office herauszuholen. Ich denke für können viel dazu lernen, uns Methoden von Startups aneignen und auch mit Kreativität neue Geschäftsmodelle für uns finden.

Nachstehende Unternehmen werden aus meiner Sicht in der Krise unbeschadet bzw. teilweise sogar als Sieger hervorgehen – das sind meine 10 Top-Aktien für 2020:

  • Amazon
  • Alteryx
  • Facebook
  • Wirecard
  • Microsoft
  • Zoom
  • Tencent
  • Oracle
  • Slack
  • Paypal

Ich freue mich über alle Freunde des Social Tradings und natürlich über jeden aktiven Follower meines Wikifolios „Digital Gamechangers“. Viel Erfolg und kommt gesund durch die Krise.

Wirecard – (K)Eine riskante Wette

  • Den mediale Schlagabtausch rund um Wirecard, hast sich zu einem echten „Thriller“ entwickelt.
  • Die Meldungen scheinen nicht abzuklingen, die Volatilität bleibt hoch.
  • Der Kursabsturz war eine spitzen Gelegenheit zum Aufbau einer Position.
  • Eine riskante Wette basierend auf einem soliden Geschäftsmodell
  • Mittelfristiges Potenzial zur Verdoppelung ist gegeben, die Risikoprämie scheint attraktiv.
  • Wirecard ist aktuell die zweit stärkst gewichtete Position im Wikifolio Digitalgamechangers

Allgemein

Im letzten Jahr berichtete die Financial Times (FT) überraschend in einer Serie von Artikeln (siehe A, B, C) über Unregelmäßigkeiten in der Buchhaltung und Bilanzierung beim internationalen Zahlungsdienstleistungsriesen Wirecard. Zuletzt legte die FT nach und warf auch noch Industriespionage gegen Broker und einzelne Hedgefunds im Auftrag des Unternehmens vor – der Krimi war damit perfekt.

Das Management rund um den Kernaktionär und CEO – Markus Braun – verteidigt das Unternehmen nach allen Regeln der Kunst. Das Vertrauen sollte rasch durch externe Prüfberichte und den Rückkauf von Aktien geschaffen werden, leider war der Erfolg begrenzt. Kaum war etwas Erholung in Sicht, platzte aber die nächste Bombe in den Medien. Niemand weiß heute was die Motivation hinter diesen schweren Anschuldigungen ist, niemand weiß was noch kommt, oder wann das Vertrauen wieder hergestellt ist bzw. wann die Medien wieder loslassen.

Mein Investment Case

Als Investor versuche ich so gut es geht einen langfristigen Blick auf Unternehmen zu haben. Das Geschäftsmodell, Margen und der letztlich der nachhaltige Mehrwert von Services und Leistungen für Kunden sind für mich sehr wesentliche Faktoren bei der fundamentalen Analyse von Aktien. Ich investiere nur in Märkte und Produkte die ich verstehe und gerade bei Finanzunternehmen kann das eine Weile dauern. Man muss bei Banken, Zahlungs- und Finanzdienstleistern viele gesetzliche Rahmenbedingungen verstehen da diese heutzutage wichtiger sind den je. Wenn man sich zu sehr von Nachrichten beeindrucken lässt und kurzfristig zu stark darauf reagiert, kauft und verkauft zu oft und das treibt Transaktionskosten in die Höhe. Die Performance eines Portfolios leidet darunter langfristig am meisten. Disziplin und sehr viel Fingerspitzengefühl im Risikomanagement sind also gefragt.

Zurück zu Wirecard. Unabhängig was nach dem Mediengewitter zu Tage tritt und ob Manager (irgendwo auf der Welt) in Folge vielleicht sogar ihren Hut nehmen, schauen wir mal auf das Unternehmen und versuchen wir den „Investment Case“ zu verstehen. Wirecard hat eine der weltweit führenden Zahlungsplattformen, mit einem starken regulatorischen Netz an Lizenzen (alleine Banklizenzen in 33 Ländern, mit Partnern decken sie sogar über 100 Länder ab) und eine sehr runde Wertschöpfungskette um das Thema Zahlungsverkehr und FinTech-Services etabliert. Das Unternehmen wurde so zu einem wertvollen Partner für tausende Kunden weltweit. FinTechs – wie anfangs auch N26 – bauen ihre gesamten Geschäftsmodelle auf der Plattform des Unternehmens auf. Die Zahlen des Unternehmens steigen immer noch sehr stark mit rund 35% YoY (2018).

Quelle: Bloomberg (07.01.2020)

Die Zahlen erinnern zwar nicht mehr ganz an ein Startup – was man bei rund EUR 2 Mrd. Umsatz 2018 und geschätzten EUR 2,7 Mrd. 2019 auch nicht mehr erwarten darf. Das Wachstum ist dennoch beachtlich und verdient Respekt. Es wäre ein wunderschöner Case – stünde da nicht eine Frage im Raum: „Stimmen die Umsatzzahlen überhaupt – oder wurde hier manipuliert?“ Tja – das ist schwer zu sagen. Wohl für jeden Außenstehenden.

Was also tun? Hier kommen wir zu dem Element, welches ich für mich als Wette bezeichne (letztlich ist es aus meiner Sicht nichts anderes). Die nächsten Prüfberichte werden uns hoffentlich Transparenz bringen und vielleicht zu Personalentscheidungen führen, die solche Ereignisse in Zukunft verhindern – wir werden sehen. Selbst wenn manipuliert wurde, gehe ich die Wette ein, das sich an den Zahlen des Gesamtunternehmens nichts signifikant ändern wird. Sollten Manipulationen im Gesamtunternehmen doch größer ausfallen, würde es nicht nur mich sondern auch eine Reihe professioneller Analysten sehr überraschen. Tammy Qiu von Berenberg hat das Kursziel (wie übrigens 70% der Analysten!) auf BUY belassen und regelmäßig im letzten Jahr bestätigt.

Quelle: Bloomberg (07.01.2020)

Ich rechne damit das kleinere Fehler passiert sind und wäre dann auch schlimm genug, ABER das sich der Unternehmenswert an der Börse zu halbiert – das halte ich dann doch für übertrieben. Eine Bestätigung von signifikanten Manipulationen würde mich überraschen, das würde auch bedeuten das Aufsichtsbehörden (hier geht es um Banken und andere streng regulierte Geschäftsfelder) und Wirtschaftsprüfer, global, auf voller Linie versagt hätten. Kann man diesen Institutionen nicht mehr trauen sollte man jede Art von Investment in Finanzwerte wahrscheinlich überdenken – damit wäre die nächste Finanzkrise das reiste „Armageddon“. Meine persönliche Einschätzung ist also das der Markt hier übertrieben stark abverkauft hat.

Jede Krise hat auch etwas gutes. Für mein Wikifolio (Digital Gamechangers) kam so eine willkommene Gelegenheit eine Position bei Wirecard aufzubauen. Einerseits denke ich das Wirecard langfristig enormes Potenzial hat, binnen 18 Monaten sehe ich aber sogar Potenzial auf eine Verdoppelung. Das Management hat im übrigen auch gekauft und sich obendrein das Recht gesichert (bis Ende 2020), bis zu einem Kurs von EUR 200, bis zu 2,5m Aktien zurückzukaufen. Wenn sich das Gewitter erst einmal verzogen hat kann hier einiges passieren. In den letzten Tagen hat der Kurs ja schon mal ordentlich angezogen, aber das heißt noch nichts. Timing ist immer mit einer guten Portion Glück verbunden. Das Kaufen von Werten die an der Börse geprügelt wurden, braucht zudem dann auch noch Mut – alles in allem eine aufregende, aber auch riskante Aktie die Wirecard.


Conclusio

Es bleibt unterm Strich eine Wette auf „saubere“ Bücher. Die Wette ist mit einer ansprechenden Risikoprämie bewertet. Anders als einige meiner Freunde sehe ich das Investment in Wirecard nicht als No-Brainer solange das KGV über 20 ist (aber ob wir die Bewertung jemals sehen wage ich zu bezweifeln). Ich fühle mich jedenfalls – nach dem ich meine Hausaufgaben gemacht habe – sehr wohl mit der Position und baue sie vielleicht sogar noch im Lauf des Jahres aus.

Offenlegung: Ich bin privat und über Wikifolio bei Wirecard investiert. Ich habe diesen Artikel eigenhändig mit Bezug auf externe Quellen geschrieben. Der Artikel drückt meine eigene Meinung aus. Ich erhalte keine Entschädigung für diesen Artikel. Ich schreibe da ich meine Gedanken zu Investments gerne im Sinne eines „Social Traders“ gerne teile, daher verwalte ich auch ein öffentlich einsehbares Wikifolio. Der Artikel ist ausdrücklich nicht als Anlageempfehlung oder Beratung zu verstehen.

Alteryx Inc. – Ein starker Investment Case!

Zusammenfassung

  • Daten sind das neue Gold, und Alteryx ist ein Softwareanbieter der vom Datenanalyse-Boom profitiert.
  • Die Kunden insb. große Beratungsunternehmen lieben die Lösungen von Alteryx.
  • Das Unternehmen wächst schnell und übertrifft regelmäßig Erwartungen.
  • Alteryx hat viel Raum für nachhaltiges Wachstum und steigende Gewinnmargen in der Zukunft.
  • Alteryx ist ein Investment mit überdurchschnittlichem Risiko, die Ertragschancen der Aktie erscheinen dennoch verhältnismäßig attraktiv.
  • Langfristig attraktives Entwicklungspotenzial – die Aktie ist aktuell am höchsten gewichtet in meinem Wikifolio.

Alteryx – Eine der besten Datenanalyse Platformen

In der Evolution der Digitalisierung, ist Datenanalyse eine der wichtigsten Prioritäten für alle Arten von Unternehmen. Daten sind Assets die heute in vielen Unternehmen noch im verborgenen liegen und nicht ausreichend genutzt werden – es fehlt in vielen Fällen gar nicht so sehr am Bewusstsein, sondern vielmehr an den Fachkräften (sog. Data Scientists) die datengetriebene Entscheidungen aufbereiten können. Genau in diese Kerbe schlägt Alteryx.

Alteryx bietet Software, die diesen Datenanalyseprozess einfacher, leichter und effizienter macht. Das Unternehmen rechnet damit, dass der gesamte adressierbare Markt fast 28 Milliarden Dollar groß ist und in den kommenden Jahren gar auf bis zu 49 Milliarden Dollar heranwachsen wird. Das Unternehmen hat über 5.600 aktive Kunden, darunter 34% sog. Global 2000. Die Wachstumsrate lag im letzten Quartal über 130% – das sind Zahlen die wir von Startups gewohnt sind. 2019 wurde das Unternehmen sogar als Gartner Peer Insights Customer Choice ausgezeichnet.

Zahlen Daten, Fakten

Analysten empfehlen die Aktien mehrheitlich (siehe Grafik 1), bei einem durchschnittlichen Kursziel von USD 126,00 mit einem Ertragspotenzial von rund 22,5%. Der jüngste Kurs rutsch bei Tech-Aktien (im allgemeinen) hat eine Kauf Chance geöffnet.

Grafik 1, Quelle: Bloomberg (30.12.2019)

Besonders interessant finde ich das einer der bislang besten Analysten (Derrick Wood) das Papier mit einem Kursziel von USD 147 bewertet (siehe Grafik 2).

Grafik 2, Quelle: Bloomberg (30.12.2019)

Der Umsatz im letzten Quartal betrug USD 103,4 Mio., das entspricht einer Steigerung von 64% gegenüber dem Vorjahr und einem Wachstum von 132% auf jährlicher Basis. Der bereinigte Gewinn pro Aktie belief sich auf USD 0,24 und übertraf damit die Erwartungen der Analysten um sagenhafte USD 0,15. Bei der Betrachtung der Entwicklung der Gewinnmargen ist zu beachten, dass Alteryx 90% des Umsatzes als Bruttogewinn erzielt (vgl. Grafik 3). Selbst unter Berücksichtigung der relativ sportlichen Forschungs- und Entwicklungausgaben, sowie der allgemeinen und administrativen Ausgaben, ist das Unternehmen profitabel. Kosten für Vertrieb und Marketing schlagen sich mit rund 51% des Umsatzes sehr stark zu buche.

Grafik 3, Quelle: Bloomberg (30.12.2019)

Betrachtet man die Bewertung anhand des Kurs-Gewinn-Verhältnisses (KGV), erscheint Alteryx mit einem Forward-PE-Verhältnis von etwa 115 irrational teuer. Ich teile aber die Meinung führender Analysten das die aktuellen Gewinne nicht wirklich die wahre zugrunde liegende Ertragskraft des Unternehmens widerspiegeln, da die Vertriebs- und Marketingausgaben derzeit 50 % des Umsatzes ausmachen – das Unternehmen ist im Moment noch in einer exponentiellen Wachstumsphase und wird nachvollziehbar erst Mittelfristig (mit deutlich höherem Marktanteil) die Gewinnmargen stark nach oben drehen.

Conclusio

Ich sehe in Alteryx einen extrem spannenden investment case und habe sie daher in meinem Wikifolio (DIGITAL GAMECHANGERS) aktuell am höchsten gewichtet. Wettbewerber wie Salesforce – die kürzlich Tableau akquiriert haben – habe ich natürlich am Radar und sehe ich durchaus als mögliche Ergänzung in meinem Wikifolio, sofern ich wieder einer bessere Equity-Story zu dem Wert herauslesen kann. Datenanalyse ist die Grundlage für den nächsten Schritt in der Digitalen-Evolution zur Künstlichen Intelligenz (KI). Wie ich bereits in meinem letzten Blog-Artikel beschrieben habe, bin ich persönlich überzeugt das jene Software-Unternehmen die sich für das Zeitalter der KI rechtzeitig stark aufstellen, mittel- und langfristig, deutlich höheres Potenzial haben als andere. Folglich werde ich mich (auch in meinen Venture Investments) erneut stärker auf diesen Bereich konzentrieren.


Offenlegung: Ich bin privat und über Wikifolio bei Alteryx investiert. Ich habe diesen Artikel eigenhändig mit Bezug auf externe Quellen geschrieben und er drückt meine eigene Meinung aus. Ich erhalte keine Entschädigung für diesen Artikel. Ich schreibe da ich meine Gedanken zu Investments gerne im Sinne eines „Social Traders“ gerne teile, daher verwalte ich auch ein öffentlich einsehbares Wikifolio. Der Artikel ist ausdrücklich nicht als Anlageempfehlung oder Beratung zu verstehen.

5 Gründe – Warum 2020 Tech-Aktien fliegen werden

Nach einem guten Börsenjahr 2019, dürfen wir uns 2020 auf ein noch besseres Jahr freuen. Insbesondere für Technologiewerte – sog. Tech-Aktien – sehen die Vorzeichen gut aus und das freut mich natürlich besonders. Eine Blase oder Rezession sehe ich persönlich nicht (vgl. Auslblick 2020), im Gegenteil der Konsum hat im 4. Quartal 2019 überrascht und ich sehe aufgrund einiger Parameter besonders großes Potenzial für Tech-Aktien. Wie regelmäßige Leser meines Blogs wissen investiere ich als Business Angel regelmäßig in Gründungsphasen (Startups), über Venture Vehikel durch mein Unternehmen Venionaire Capital in Wachstumsphasen und rücke mit meinem Wikifolio „Digital Gamechangers“ Tech-Aktien ins Rampenlicht, die ich besonders stark empfinde. Meine Positionen im Wikifolio ändern sich laufend, es gibt aber regelmäßig Werte die länger vertreten sind – die behalte ich aber auch im Auge. Die letzten zwei Jahre waren für mich gute Börsenjahre – mein Wikifolio erzielte durchschnittlich 11,3% p.a., was deutlich über der Performance europäischer bzw. der deutschen Börsen lag. Ich hoffe eure Portfolios sind ebenfalls gut gelaufen und wir können uns an dieser Stelle gemeinsam freuen.

Quelle: Screenshot (25.12.2019), Wikifolio.com

Ich bin aber keines Wegs ein Börsen-Guru und möchte auch nicht so verstanden werden. Mein persönliches Interesse und meine Analysen dürfen auch nicht als Beratung oder Anlageempfehlung verstanden werden. Ich teile meine Eindrücke, da ich ein großer Fan von Social Trading bin und freue mich immer wieder über den Austausch und Diskurs mit gleichgesinnten. Technologie-Aktien (vgl. NASDAQ) liefen generell sehr gut in den letzten Jahren und das hat gute Gründe.

Wir leben in einer Zeit des Umbruchs, einer Zeit in der die Welt auf den Kopf gestellt wird. Wer nicht laufend innoviert, verliert! So wird beispielsweise Tesla ein höherer Marktwert beigemessen als so manchem „alten“ Automobilriesen – das entspricht sicher nicht dem inneren Wert des Unternehmens heute, aber es sagt viel über die Zukunftschancen der Konzerne aus die von Anlegern beigemessen werden. Es ist eine Zeit in der es hinter verschlossenen Türen rund geht. Eine Zeit in der die ärmsten Reich und die Reichen alles verlieren können. Wie erkennt man aber die Zeichen und die richtigen Trends? Habe ich nur Rückenwind von einem globalen Trend oder macht sich die harte Arbeit doch bezahlt? Kann man Alpha erzielen und besser als der Markt veranlagen? Diese Fragen müsst ihr für euch selbst beantworten. Ich persönlich erwarte neben einem äußerst positiven Marktumfeld für Venture Capital und Startups (siehe Ausblick 2020) jedenfalls ein sehr starkes Jahr für Tech-Aktien und ich erkläre gerne warum:

1. Mehr Ressourcen, zu geringeren Kosten

Der scheinbar „plötzliche“ Durchbruch exponentieller Technologien hat immer sehr logische Gründe (das gilt in jeder Innovationswelle) und es gab auch immer Vorboten die man mit etwas Glück, Erfahrung und Verstand erkennen konnte. Der Siegeszug der Digitalisierung steht direkt im Zusammenhang mit der Entwicklung von Kosten und der Verfügbarkeit von skalierbaren Speichermedien und Rechenleistung – hier sind „Cloud-Services“ von Microsoft und Amazon neben vielen anderen wahre Gamechanger und spitzen Geschäftsmodelle. Speicher und Rechenleistung ist fast unbegrenzt verfügbar. Eine gewisse Abhängigkeit (andererseits wohl eine stabile Kundenbeziehung) wird aufgrund geringer Kosten weitläufig in Kauf genommen. Zur selben Zeit ist die Bandbreite des Internets (sowie dessen Abdeckung) noch nie so groß gewesen, wie heute und es gibt immer noch sehr viele Menschen auf dieser Welt die eingeschränkten Zugang haben!

Quelle: Venionaire Capital

2. Die 6. Welle der Digitalisierung (AI) bringt exponentielles Wachstum

Wenn einem bewusst wird, dass bislang erst ein Drittel des globalen BiP digitalisiert wurde und erkennt man das die bisherige Entwicklung noch kaum einen positiven Anstieg der Produktivität bewirkte (vlg. New York – Innovation und Dynamik), dann versteht man schnell wie groß das Potenzial der Digitalisierung (auch heute noch) ist. Wir stehen nicht am Anfang, aber die Geschichte des Wandels ist definitiv noch nicht geschrieben – wohl erst die ersten 6 Kapitel.

Das nächste Kapital – Künstliche Intelligenz – fasziniert mich besonders. Auf diesem Gebiet haben die Technologie Riesen (Amazon, Google, Facebook, Alibaba, Tencent, etc.) die Nase vorne, da sie schlicht auf einer Unmenge bislang ungenutzter oder zumindest nur schwach genutzter Daten sitzen.

Quelle: World Economic Forum, Accenture

3. Das Potenzial in Europa wird erst gezündet

Europa ist zwar noch gem. WIPO Statistik dank der Schweiz, Schweden und England unter in den Top 5 der innovativsten Ländern der Welt vertreten. Die Region verlor aber Jahr für Jahr deutlich an Boden und es ist leider zu erwarten das keines dieser Länder an der Spitze bleiben wird. In Sachen „New-Economy“ wird Europa bereits länger als Schlusslicht bezeichnet. Zu lange hat man verabsäumt B2C Tech-Unternehmen zu entwickeln bzw. in diese zu investieren. Die Zahl der Tech-Riesen aus Europa ist folglich sehr klein bzw. beschämend. Rekordsummen bei Venture Capital Investments und die steigende Zahl der Unicorns in Europa liegt maximal im globalen Trend – diese Zahlen täuschen, wenn man den internationalen Vergleich unterlässt. Zugpferde sind heute China und die USA – obwohl Europa alles hat was ein Innovations-Champion braucht, ausgenommen der Finanzierung für die nächste Welle. Das Blatt soll sich 2020 aber wenden.

Die EU wird neben verschiedenen bestehenden Programmen der EIB und des EIF, (endlich) zusätzliche EUR 20 Mrd. (jährlich) investieren. Darüber hinaus hat der chinesische Technologiekonzern „Tencent“ (etwa bei N26 und WeChat investiert) angekündigt 2020 USD 10 Milliarden in Europa investieren zu wollen. Dieses Kapital kommt zur richtigen Zeit. Die Handbremse in Europa kann sich dadurch lockern und vielleicht sogar das ein oder andere Unternehmen beflügeln global aufzumischen. Ich hoffe das wir so auch spannende IPOs 2020 und 2021 zu sehen bekommen.

4. Positive Effekte des technologischen Wandels bislang unterschätzt

Gute Politik baut auf noch besseren Daten und Studien. Jüngste Analysen zeigen das es (bei allen bekannten Nachteilen) bislang unbeachtet positive soziale- wie auch wirtschaftliche Effekte im Zusammenhang mit der Digitalisierung gibt. Politik bzw. Förderungen staatlicher Stellen, in Europa, werden zielgerichteter und vermutlich deutlicher stärker investieren um Europa wieder an die Spitze zu bringen – jetzt wo man klarer sieht.

Quelle: World Economic Forum, Accenture

5. Die einzige Konstante ist Veränderung

Schon der griechische Philosoph Heraklit wusste: „Die einzige Konstante ist Veränderung“ und dieses Zitat ist heute aktueller den je. Innovationszyklen folgen so dicht aufeinander wie noch nie zuvor. Die Folgen sind spürbarer den je und Vorstände ist gefordert mutige Investitionsprogramme für die Zukunft zu lancieren. Die Folge sind höhere Budgests für M&A, Innovation und Corporate Venture Capital und dies wird von Aktionären positiv bewertet. Wer nicht innoviert, verliert – oder anderes gesagt, wer auf der Bremse sitzt den strafen die Investoren ab. Es war für Interessant von einem befreundeten Aktien-Analysten zu hören, dass sie heute mehr als früher auf diese Aspekte achten. Der Unternehmenswert an der Börse spiegelt letztlich das Zukunftspotenzial eines Unternehmens wieder. Heute könnte man auch sagen wie gut das Unternehmen mit dem „Innovationsdruck“ bewältigt.

Ähnliches Foto
Quelle: Smart Turn Effect

Conclusio

Man muss kein Genie sein um Eins und Eins zusammen zu zählen. Technologie Unternehmen sind gewohnt laufend zu innovieren, das bringt ihnen deutliche Vorteile und somit bessere Zukunftsstrategien. Produktivität wird stark durch künstliche Intelligenzen bestimmt werden, hier ist die Frage: Wer wird die Schaufel im Goldrausch verkaufen – wohl einer der Tech-Riesen. Für Unternehmen die an der Spitze eines Marktes sitzen gilt: Nicht ausruhen! Margen, Geschäftsmodelle und Services werden nicht mehr „nur“ von den angestammten Wettbewerbern adressiert, es gibt eine Menge Quereinsteiger und das wird die Aktienmärkte 2020 noch gewaltig auf den Kopf stellen.

In diesem Sinne wünsche ich viel Glück, Gesundheit und Erfolg im Jahr 2020.

Startup & Venture Capital – Ausblick 2020

Am Ende eines jeden Jahres schauen wir zurück und ziehen Bilanz, wir schauen aber auch nach vorne und wagen eine Prognose. Für dieses Jahr habe ich mir etwas neues überlegt – ich würde gerne eure Einschätzung zu den wichtigsten Fragen im Venture und Startup Markt (deutschsprachiger Raum: Deutschland, Östererreich, Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg und Süd-Tirol) einfangen. Ich bitte in diesem Sinn um eure Einschätzung auf folgende Fragen:

Frage 1:

Das Wirtschaftswachstum in Europa (2020),

  • .. wird sich verlangsamen. (51%, 24 Votes)
  • .. wird gegenüber 2019 unverändert. (36%, 17 Votes)
  • .. wird sich beschleunigen. (13%, 6 Votes)

Total Voters: 47

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Frage 2:

Venture Capital Finanzierungen in Europa (in Euro), werden gegenüber 2019

  • .. weiter ansteigen. (67%, 30 Votes)
  • .. unverändert bleiben. (20%, 9 Votes)
  • .. zurück gehen. (13%, 6 Votes)

Total Voters: 45

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Frage 3:

Die Zahl der Unicorns aus Europa im Vergleich zu 2019,

  • .. steigt. (64%, 29 Votes)
  • .. sinkt. (16%, 7 Votes)
  • .. kann ich nicht einschätzen. (11%, 5 Votes)
  • .. bleibt gleich. (9%, 4 Votes)

Total Voters: 45

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Frage 4:

Early Stage Investments in Euro werden gegenüber 2019,

  • .. ansteigen. (50%, 23 Votes)
  • .. unverändert bleiben. (28%, 13 Votes)
  • .. zurück gehen. (22%, 10 Votes)
  • .. kann ich nicht einschätzen. (0%, 0 Votes)

Total Voters: 46

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Frage 5:

Later Stage Investments in Euro werden gegenüber 2019

  • .. steigen. (71%, 30 Votes)
  • .. unverändert bleiben. (14%, 6 Votes)
  • .. zurück gehen. (14%, 6 Votes)
  • .. kann ich nicht einschätzen. (0%, 0 Votes)

Total Voters: 42

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Frage 6:

Aktivität von Corporate Venture Capital Fonds in Euro,

  • .. wird gegenüber 2019 ansteigen. (71%, 29 Votes)
  • .. wird gegenüber 2019 zurückgehen. (17%, 7 Votes)
  • .. wird gegenüber 2019 unverändert. (10%, 4 Votes)
  • .. kann ich nicht einschätzen. (2%, 1 Votes)

Total Voters: 41

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Frage 7:

Die Zahl der Secondary Fonds

  • .. steigt gegenüber 2019. (57%, 24 Votes)
  • .. kann ich nicht einschätzen. (19%, 8 Votes)
  • .. bleibt gegenüber 2019 unverändert. (12%, 5 Votes)
  • .. sinkt gegenüber 2019. (12%, 5 Votes)

Total Voters: 42

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Next Big Thing – Mikrobiom Analyse

Die Medizin, genauer gesagt die Wissenschaft, hat etwas Neues, etwas bahnbrechendes, entdeckt – das Mikrobiom! Meist einfach als Darmflora bezeichnet, ist eine Ansammlung an Bakterien in unserem Darm viel wichtiger als man lange vermutet hat, man spricht nun sogar von einem weiteren Organ, einem Super-Organ. Das neu entdeckte Super-Organ ist eine weitgehend unentdeckte Schaltzentrale in unserem Körper, 30 Billionen Bakterien bilden ein Universum für sich und zeichnen für eine ganze Reihe von Dingen verantwortlich. Das Mikrobiom ist im wesentlichen im Dünndarm zu Hause und es wiegt ca. 2 Kilogramm

Mikrobiom Analyse Kit – myBioma – JETZT BESTELLEN

Die Darmgesundheit ist wesentlich Verantwortlich für unsere Gesundheit. Die Bakterien im Darm verarbeiten Nahrungsmittel und Nährstoffe und transportieren sie in unseren Körper. Geht es unserem Darm schlecht, geht es uns schlecht. Die Bakterien zeigen frühzeitig an, wenn schwerwiegende Krankheiten im entstehen sind oder was die Ursache für die unangehme Situation ist. Insbesondere bei lästigen, lang andauernden Krankheiten wie dem “Reizdarm” verzweifeln bislang Ärzte und Patienten da man oft über viele Monate, teils Jahre auf der Sache nach der Ursache ist / war.

Die Analyse des Mikrobioms ist hier ein Gamechanger, sie ist allerdings noch kein weitläufiger Diagnose-Standard, da sie sehr neu ist und viele Ärzte zunächst skeptisch sind. Das waren sie wohl auch bei der Einführung des Stethoskops oder des Röntgens. Die Idee das Mikrobiom (gesamt) zu analysieren ist nicht neu, bis vor kurzem war dies allerdings wenig praktikabel, da es viel zu teuer war das sogenannte Next-Generation-Sequencing (kurz “NGS”) Verfahren anzuwenden. Ein zweites Problem lag in der Software. Wenn man die Kosten auf sich nahm, stand man vor einem Bio-Informatik Problem – die Software zur Entschlüsselung von 4 GB Genetischer Analyse-Daten (aller Bakterien in einer Stuhlprobe) ist alles andere als trivial.

In den letzten Jahren hat sich im Bereich der Genanalyse viel getan und das erklärt warum plötzlich die Erforschung des Mikrobioms wieder Rückenwind bekommen hat. Die Kosten der NGS-Analyse sind extrem gefallen und plötzlich erschwinglich. Mit der Verbreitung neuer Anwendungsfälle werden die Kosten sie werden weiter fallen. In 5-10 Jahren wird die Analyse so günstig sein und wahrscheinlich direkt (ohne Labor) möglich sein in der Apotheke – davon bin ich überzeugt.

Die heutige Mikrobiom-Tests sind bereits für jedermann zu Hause machbar. Die Proben schickt man an und der Bericht ist über das Internet (gesichert) abrufbar. Die Krankenkasse übernimmt diese NGS-Analyse der Darmflora noch nicht, da die Tests noch als “Gesundheits-Lifestyle” Test gelten – kurz gesagt das Thema ist auf für die Kassen noch zu jung. Private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten des Mikrobiom-Tests ganz oder teilweise, wie ich von Freunden gehört habe.

myBioma – Mikobiom Analyse aus Österreich

myBioma – Ein Startup aus Österreich zählt zu den führenden Namen in diesem Bereich. Dank einer engen Kooperation mit der Universität Wien (Medizin) und dem spezifischen Know-How des Gründerteams, wurde der NGS-Analyseprozess für das Mikrobiom soweit standardisiert das jedes Labor (mit den richtigen Maschinen) Partner werden kann. Verkauft wird das Produkt bereits in ausgewählten Apotheken bzw. in der Online Apotheke (beavit.at). Am 11.11.2019 gibt es beispielsweise einen Aktionstag in der Wiener Urania Apotheke wo man auch das Gründerteam treffen wird!

>>> Infos zum Aktionstag in der Urania Apotheke | 11.11.2019 <<<

Die technisch herausragende Software von myBioma entschlüsselt die genetischen Informationen der Darmflora-Bakterien, die sich in einer Stuhlprobe finden. Diesen Schritt machen sie besser als andere und genau hier liegt auch der USP, der auch namhafte Business Angels und uns Venture Capital Investor der ersten Stunde überzeugt hat.

Die Ergebnisse werden nach der vollkommen anonymen Auswertung im Labor direkt in eine Handy-App gespielt, welche der Kunde mit einem einzigartigen Code des “Kits” (der Schachtel mit dem Probe-Stäbchen das man zugeschickt bekommt) entsperren kann. Auch als Leihe ist die Mikrobiom-Analyse verständlich aufbereitet und es wird viel rund um jeden Faktor der Analyse zur Nachlese angeboten.

>>> Online Apotheke (beavit.at) Mikrobiom Analyse Kit – BESTELLEN <<<

Wichtig: Es ist etwas Geduld gefragt. Für die Auslieferung der Daten muss man aktuell noch rund 4 Wochen warten, dass ist für eine NGS Analyse quasi “Lichtgeschwindigkeit” – in Zeiten wo wir aber Instant Response gewohnt sind, erwähne ich das lieber.

Der Schlüssel zu einem unbeschwerten Leben

Gesund leben, Sport machen und regelmäßig prüfen bzw. optimieren. Wir immer im Leben, sollte man ganz besonders auch bei seiner Darmgesundheit konsequent und diszipliniert sein und regelmäßig Fortschritte prüfen. Da sich das Mikrobiom stark verändert, etwa durch Krankheiten, Schwangerschaften, Stress oder aber nach der Umstellung zu mehr Sport und gesünderer Ernährung, sollte man die Analyse regelmäßig (empfohlen wird alle 3-4 Monate) wiederholen. Die Ergebnisse werden so erst richtig spannend – ihr werdet erstaunt sein, wie sich euer Universum im Darm verändert.

Die Mikrobiomforschung bringt täglich neue Erkenntnisse ans Licht. So wissen wir heute etwa das für die Entstehung von Übergewicht die Bakterien mehr Verantwortung haben als wir dachten. Fettleibigkeit liegt nicht etwa nur an einer zu hohen Kalorienzufuhr und dem tatsächlichen Kalorienverbrauch. Übergewichtige Menschen haben ein andersartiges Mikrobiom. Die Bakterien dieser Menschen verwerten Nahrung deutlich besser und ziehen aus ihr mehr Kalorien, als dies die Bakterien bei schlanken Menschen tun. Die Ablagerung in den Fettspeichern ist die Konsequenz.

Trend: Social Trading

In der Generation meiner Eltern war es noch üblich einen Vermögensverwalter oder Banker des Vertrauens zu haben. Diese Zeiten sind langsam vorbei. Ein Großteil meiner Generation setzt bereits auf alternative Assets, wie etwa Bitcoin & Co. und sucht sich über Social Trading Plattformen die besten Aktien oder ETF’s heraus. Vor rund 20 Jahren war der Aktienhandel noch etwas für Spezialisten. Der Zugang zu qualitativ hochwertiger Information war Bankern mit Reuters oder Bloomberg Zugang vorbehalten. Heute hat jeder (der will) Zugang zu relevanten Informationen. Auf dieser Grundlage begann sich ein neuer Trend zu formieren, das sogenannte „Social Trading“.

Was ist Social Trading? Dem Trend der Sozialen Netzwerke folgend, setzen Social Trading Plattformen auf „Crowd Intelligence“. Der Trend und entsprechende Plattformen basieren auf vollständiger Transparenz, Kommentierungen und dem aktiven Austausch von Meinungen einer Community die sich nicht physisch kennt. Der US-Professor und Ökonom Nouriel Roubini sagte bereits 2016 voraus das Social Trading, als alternative zur Vermögensverwaltung außerordentlich hohe Wachstumsraten sehen wird.

Beispiele

Pynk (Made in England) fragen etwa ihre Community jeden Tag nach dem Bitcoin Preis von morgen. Das Spiel ist witzig und natürlich nur ein smarter Growth Hack der Nutzer anzieht. Was die Sache allerdings auf den zweiten Blick spannend macht, ist das die Nutzer eigentlich eine KI (Künstliche Intelligenz) trainieren. Die Gründer dieses Startups suchen die besten „Analysten“ (oder Hellseher) der Welt und planen tatsächlich eine Art „KI“ zu entwickeln die als Hedge-Fund aktiv wird. Besonders fair finde ich, dass sie ihre User der ersten Stunde an diesem Fonds beteiligen wollen – entsprechende Punkte kann man mit Prognosen „minen“.

Eine der führenden Social Trading Plattformen in Europa heißt Wikifolio* – ein Startup aus Österreich! In diesem Fall bin ich ebenfalls leidenschaftlicher Nutzer – ein sog. Wikifolio-Trader. Ich manage seit etwas mehr als einem Jahr sehr regelmäßig ein Musterportfolio auf dieser Plattform – ein sogenanntes Wikifolio. Mein Wikifolio „DIGITAL GAMECHANGERS“ folgt einer klar einsehbaren Strategie. Ich investiere in einen Markt den ich kenne, in Technologie-Werte. Ich liebe schon seit meiner Kindheit Aktienmärkte und beschäftige mich seit fast 15 Jahren beruflich mit Veranlagungen. Das macht mich keines Wegs zum besten, aber auch nicht zum schlechtesten Anleger. Bei Wikifolio ist alles transparent einsehbar, meine Trades könnte man also einfach kopieren oder sich auch nur Anregungen holen. In Deutschland gibt es sogar die Möglichkeit über Wikifolio in Strategien zu investieren. Ich kommentiere, wenn ich meine Cash-Quote erhöhe oder mein Risiko in einem Wert erhöhe oder verringere. Jeder sieht wo ich investiert bin, kann vergleichen ob ich ein besseres Händchen habe als andere und mir folgen.

Parallel arbeite ich an einem neuen Wikifolio – FAMILY OFFICE DYNAMIC -, welches gerade der Wikifolio Community vorgestellt wird und nach Unterstützern sucht um publiziert zu werden. Die Strategie dieses Wikifolios basiert auf ETF’s und einem Asset Allocation Algorithmus den ich mir selbst programmiert habe. Ich konzentriere mich hier nicht auf Einzeltitel sondern viel mehr um das Risikomanagement.

Heute findet man nahezu alle Information über Märkte in öffentlichen Webseiten oder im (normalen) Online Banking. Wer also ein wenig Talent hat und sich für Investments interessiert kann über Social Trading leichter als jemals zuvor einsteigen und sich informieren.

*) Disclaimer: Ich bin weder an Wikifolio noch an PYNK aktuell direkt oder indirekt zum heutigen Tage beteiligt.

Startup Bewertung (k)ein Kinderspiel

Venture Capital Fonds haben dieses Jahr erneut Rekordvolumen eingesammelt, noch nie wurde soviel in Europas Tech-Startups investiert, gleichzeitig ging allerdings die Zahl der Transaktionen zurück. Diese Zahlen sagen uns, der Markt wird reifer, immer mehr europäische Startups schaffen es in den Unicorn Club. Die Zahl der Unicorns – stark dominiert aus China und den USA – ist so hoch wie noch nie, somit ist die Meldung über Rekordvolumen nicht gleichbedeutend damit das Europas Startup-Hubs zur Weltspitze aufschließen – sie folgen vielmehr dem globalen Trend (wenn überhaupt). Im Jahr 2019 gab es eine Rekordzahl von IPOs, gleichzeitig waren noch nie mehr Unicorns am Markt und das markiert den bisherigen Peak in der „Digitalen Revolution“, dieser Trend wird allerdings anhalten denke ich.

Der Wettbewerb um Funding für Startups in frühen Phasen wird unter dessen härter. Vor einigen Jahren reichte es noch ein gutes Team und schöne „erste“ KPIs zu zeigen. Von der nächsten Generation von Startups wird aber mehr erwartet! Nach der Digitalisierung von „alten“ Geschäftsmodellen und Prozessen, der Sammlung und Strukturierung wichtiger Datenpunkte, muss nun die Produktivität durch Automatisierung und Künstliche Intelligenzen gesteigert werden. Hier wird sich die Spreu vom Weizen trennen.

Sind Milliarden Bewertungen gerechtfertigt?

Völlig willkürlich sind Startup-Bewertungen in der Tat nicht, auch wenn das angesichts der vielen Unicorns schwer zu glauben ist. Die berufliche bzw. professionelle Praxis folgt klaren Regeln und Standards – wie sie etwa in den IPEV Guidelines (http://www.privateequityvaluation.com/Valuation-Guidelines) festgeschrieben sind. Wer selbst einmal rechnen möchte wie viel sein Startup oder vielleicht das nächste Investment wirklich Wert ist, kann ab jetzt ein neues Tool nutzen.


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Der Startup-Bewertungsrechner bildet die zwei wichtigsten Bewertungsmodelle der Venture Industrie ab – in meinem Interview mit derBrutkasten heute morgen habe ich mehr dazu erklärt, ein paar Tipps für die Benutzung des Rechners gegeben und auch gleich mit ein paar Mythen aufgeräumt.

Empfehlung: Ich schreibe Regelmäßig für das Online Medium derBrutkasten (eines der führenden Startup-Medien im deutschsprachigen Raum) – viel Spass beim Lesen – unter diesem Link findet ihr alle meinen bisherigen Beiträge.

Steht der nächste Krypto Bullen-Markt vor der Tür?

In den letzten Tagen hat es sich wieder abgespielt an den Krypto-Märkten – erste Anleger haben sofort den nächsten Bullen-Markt anrollen gesehen, ich selbst bin noch etwas verhaltener. Der führende Krypto-Wert Bitcoin (BTC) hat in den letzten Tagen einen Sprung von EUR 3.500 auf knapp EUR 4.500 – das entspricht einem Wert zuwachs von rund 30% in wenigen Tagen.

30% ist im historischen Vergleich (Volatilität) kein außergewöhnlicher Kurssprung, was aber sehr wohl auffällt ist das der BTC-Kurs vor diesem „zucken“ ungewöhnlich lange auf der Stelle trat und eine eher ungewöhnlich geringe Schwankungsbreite hatte.

Das wirft ein paar Fragen auf:

  • Was hat sich geändert?
  • Warum kommen Krypto-Investoren zurück?

Vielleicht ist es soweit und es ist höchste Zeit sich erneut einzukaufen. Ich selbst hab mich bereits seit längerem für einen Bullen-Markt positioniert, da ich – wie bereits seit meinem Ausblick auf das Jahr 2019 beschrieben – 2019 einen großen Schub durch regulierte Krypto Assets (also Wertpapiere bzw. Security Tokens) erwarte und außerdem möchte ich mir den nächsten Hype nicht entgehen lassen. Was meint ihr – wohin geht die Reise?

Name Price
Bitcoin (BTC)
€8,089.71
Ethereum (ETH)
€201.57
XRP (XRP)
€0.155451