Stimmen vom Europäischen Forum Alpbach 2017

Das Europäische Forum Alpbach bietet neben dem offiziellen Programm, eine ganze Reihe von spannenden Break-Out Sessions und Side-Events – etwa Diskussionsrunden mit Politikern (im kleineren Runden), sportliche Aktivitäten (Puls4 „Promi“ Fussball), Podiumsdiskussionen und Empfänge von führenden Konzernen, wie der Verbund AG, T-Mobile, REWE, A1 und vielen mehr.

Es ist fast unmöglich an allen Veranstaltungen teilzunehmen. Alpbach lebt von ungezwungenen Gesprächen, intensivem Networking und dem überwinden von zeitlichen Limitierungen des Alltags.

In den Alpen nehmen sich jedes Jahr High-Potentials, Politiker und Top-Manager bewusst viel Zeit für Gespräche und sammeln wichtige Anregungen für Innovationen von morgen. Für alle die dieses Jahr nicht teilnehmen konnten, habe ich ein paar Stimmen eingesammelt und freue mich über die Zusendung weiterer Zitate:

 

„Alpbach ist jedes Jahr von Neuem ein Zusammentreffen der Extraklasse. Es gibt m.E. nichts Vergleichbares, wo sich vor so einer Bergkulisse viele von Rang und Namen  aus den unterschiedlichsten Branchen aus Inland und Ausland ein „Stell Dich ein“ geben. Ein idealer Ort für intellektuellen Genuss und perfektes Netzwerken.“ 

Rainer Newald, APA

„In Österreich ist es in den letzten Jahren immer schwerer geworden, notwendige Reformen umzusetzen. Das Europäische Forum bietet eine gute Möglichkeit, offen und ohne Tabus mit führenden Experten aktuelle Defizite und zukünftige Entwicklungen zu diskutieren sowie über neue Wege nachzudenken.“

Sebastian Kurz, Bundesminister für Europa, Integration und Äußeres

„Das nenne ich Effizienz – in Alpbach kann man 6 Monate Networking in 3 Tagen erledigen.“

Nikolaus Futter, Geschäftsführer Compass Gruppe & Business Angel

„Die Höhenluft, das wunderschöne Wetter und die anregenden Gespräche haben das entstehen neuer Business Ideen gefördert.“

Michael Krammer, Managing Partner Ventocom & Präsident Rapid Wien

„Alpbach bringt mich dazu persönlich und beruflich zu hinterfragen zu reflektieren und neu zu bewerten. Die Inspirationen der Break out Sessions, die hochkarätigen Panels und der Netzwerkeffekt ist eine Kombination die man nur im schönsten Dorf Europas findet.“

Thomas Primus, Gründer (CEO) Food Notify

„Man ist ja von Natur aus kein Engel, vielmehr ein Menschenkind und ringsherum gibt es ein Gedrängl, von jenen die das selbe sind.“

Gerhard Neubauer, Unternehmensberater (mit verweis auf Heinz Erhart)

„Ich feiere dieses Jahr mein 20 jährige Jubiläum in Alpbach und ich liebe Alpbach wie am ersten Tag!“

Matthias Strolz, Abgeordneter zum Nationalrat

„Sowohl die politische Eröffnung, als auch die Eröffnung der Wirtschaftsgespräche war sehr enttäuschend. Positiv ist das der Spirit von Alpbach lebt und man dennoch positive Impulse sammeln kann.“

Alexander Eriksröd, Student University College London

„Was wäre Alpbach ohne Wandern und Diskutieren – jenseits des Kongresszentrums.“

Michael Köttritsch, Management und Karriere Leiter DiePresse

„Es gibt selten die Gelegenheit so ungezwungen und intensiv, über mehrere Stunden mit führenden Wirtschaftspersönlichkeiten in einen Dialog zu treten, wie es beim Forum Alpbach der Fall ist. Aufstrebende junge Talente, Startups, Vorstände von führenden Konzernen aller Industrien und Politik sind in Alpbach alle vertreten und haben ein offenes Ohr – man nimmt sich die Zeit die man oft im Alltag nicht hat.“

Dejan Jovicevic, Managing Partner derBrutkasten

„Wirtschaft und Technik sind fest miteinander verbunden – das spürt man hautnah auf den Technologie- und Wirtschaftsgesprächen in Alpbach. Die zunehmende Digitalisierung, die neuen Datenschutzrichtlinien der EU, in Verbindung mit dem Aufkommen von sehr großen, sensiblen Datenmengen, bringen enorme Herausforderungen mit sich. Das Thema ist dieses Jahr omnipräsent.“

Andreas Tomek, Partner KPMG

„Alpbach verlangt einem sehr viel Energie ab, gibt einem auch unglaublich viel Energie zurück. Seit  Jahren ist das Europäische Forum Alpbach fix in meinem Kalender und das wird auch weiterhin so sein.“

Yvonne Pirkner, ÖBB Leitung Open Innovation Lab und Service Design Center

„Spannende Breakout Sessions, gute Event-Organisation – was mir aber dieses Jahr etwas fehlt, sind die revolutionären Ideen …  wofür das Forum eigentlich bekannt ist.“

Bernhard Hauser, Founder (CEO) orat.io

„Sehr anstrengend, aber immer wieder die Reise wert. Logistisch war es dieses Jahr eine echte Herausforderung – aber ich bin mir sicher, im nächsten Jahr werden sie dies optimieren.“

Thomas Maidorfer, Wiener Strategieforum

 

.. more to come.

Digital Nomaden – Der multilokale Mitarbeiter von morgen!

Die Arbeitswelt steht Kopf – selten zuvor war es so schwer die richtigen Talente für sein Unternehmen zu begeistern und zu halten. In Konzernen und führenden Mittelstandsunternehmen, dringend benötigte Digital Natives oder sog. Millenials sind kaum zu halten – 63% wollen innerhalb der nächsten 2 Jahre ihren Job wechseln. Der Karriereweg ist aber nicht abgeschafft, die Digitalisierung hat nur völlig neue Wege für diese eröffnet. Das Ziel der Leistungsträger von morgen ist die Selbsterfüllung bzw. die Sinnhaftigkeit in ihrer Arbeit. Sie wollen möglichst ortsungebunden sein und die Freiheit genießen, die ihnen heutige Technologien ermöglichen. Die Generation Y, geboren zwischen 1980 und 1995, ist globaler, selbstbestimmter und multilokaler als jede Generation vor ihnen. Für etablierte Unternehmen, die mit einem Karriereweg für junge Talente punkten wollen und gleichzeitig den notwendigen „natürlichen“ Wissens- bzw. Erfahrungsvorsprung im Umgang mit digitalen Medien, Geschäftsmodellen und den damit verbunden Chancen für ihr Unternehmen nutzen wollen kommen, gehen einher mit großen Herausforderungen in der Unternehmenskultur und der Gestaltung des Arbeitsplatzes einher.

Sie suchen Entwicklungsmöglichkeiten und wollen Führungsverantwortung übernehmen, verlangen nach Flexibilität und sinnvollen Tätigkeiten – ein Unternehmen das ihre Loyalität gewinnen will darf sein Handeln nicht nur auf Gewinn ausrichten, bescheibt das “Deloitte Millennial Survey 2016”.

Der Einzelunternehmer (heute „Solopreneur“), sowie kleine und mittlere Unternehmen sind nicht mehr angewiesen auf eine feste Büroinfrastruktur, wie wir sie aus hierarchisch organisierten Unternehmen kennen – dank digitaler Kommunikations- und Speichermedien, haben sie für geringes Geld ihr gesamtes Büro in einem Tablet, Laptop oder Mobiltelefon immer dabei. Die Eintrittsbarriere in die Selbstständigkeit ist somit so niedrig wie noch nie und so ist es auch nicht verwunderlich, dass besonders starke Trends hin zum sogenannten „Digital Nomaden“ gibt. Dem „Mitarbeiter“ der sein Leben ortsunabhängig oder multilokal verbringt.

Wer jetzt an Teleworking und Mobile Geräte aus der Arbeit denkt, die man vielleicht einen Tag pro Woche mit nach Hause nimmt – der irrt. Digital Nomaden verbringen oft mehrere Monate oder gar Jahre an unterschiedlichen Orten der Welt – meist an dort, wo die Kaufkraft geringer ist und man sich mit einem europäischen Gehalt ein sehr schönes Leben ermöglichen kann. Ich bin selbst in mehreren Startups investiert, wo Schlüsselarbeitskräfte dezentral über den Globus verstreut arbeiten. Nach meiner anfänglichen Skepsis muss ich allerdings gestehen, dass die Performance der Teams sehr gut ist und man viel von ihnen lernen kann.

Beliebte Ziele sind etwa, Bali, Thailand oder Indien, wo es mittlerweile recht gute Netzwerke und Infrastruktur für „Monatsmieten von Apartments und Hotels“ gibt. 2017 hat Thailand sogar ein spezielles Visum für Digital Nomaden eingeführt – da sie realisiert haben das eine große Zahl an „Touristen“ eigentlich illegal in ihrem Land arbeitet.

Wenn man sich Digital Nomaden „in freier Wildnis“ ansehen möchte, empfehle ich einen Kaffee im Wiener „Coco Quadrat“, Berliner „St. Oberholz“ oder auch etwas gehobener im Commonground (gegenüber) zu nehmen. In Österreich entstehen nach dem Vorbild von WeWork oder der Factory in Berlin – gleich 3 große Co-Working Spaces oder Hubs: Factory300 – in industriellem Linzer Stil der „Tabakfabrik“, WeXelerate – mit Glanz und Glamour des Luxushotels Sofitel und als Wiener Niederlassung des größten europäischen Netzwerks von Co-Working Spaces der „Talent Garden“. An allen Standorten werden zukünftig Startups und etablierte Unternehmen aus aller Welt in ungezwungener, offener Atmosphäre zusammenarbeiten bzw. tun dies bereits Schrittweise. Für Konzerne sind diese Hubs wichtig um aus dem Alltag und der steifen Organisationsstruktur auszubrechen und natürlich um attraktiver für Millenials zu sein und natürlich auch um in Kontakt mit der schnellen Startup Szene kommen.

Letztlich muss das Ziel die Etablierung einer exponentiellen Organisationsstruktur, die Förderung interdisziplinärer Teams mit flachen (am besten keinen) Hierarchien mittelfristig auch im Unternehmensalltag – nicht nur im geschützten Bereich eines „Innovation Spaces“ zu ermöglichen.