2019 wird spannend!

  • Politische Börsen, Brexit und technologischer Wandel.
  • Venture Capital erneut stark.
  • Der nächste Krypto-Hype kommt bestimmt.
  • Startups 2019: Was kommt als nächstes?

2018 war ein aufregendes, aber auch turbulentes Jahr für Innovationsbegeisterte. Die Höhe der Venture Capital Investments kletterte auf ein neues Rekordniveau, während Aktienmärkte in Europa und in den USA stark unter Druck waren. In diesem Umfeld viel auch der Kurs meines Wikifolios. Neues Jahr, neue Chance. 2019 wird es sicherlich wieder Gelegenheit geben auf die ein oder anderen Rally aufzuspringen. Ich bin zuversichtlich das wir ein besseres Börsejahr vor uns haben.

Politisch ging es letztes Jahr wirklich rund: Die Brexit-Verhandlungen gingen ins Finale aber bisher ist nichts entschieden. Die Gefahr eines harten Brexits lebt, aber auch das „Kein Brexit“ Szenario ist mittlerweile denkbar. Im nahen und mittleren Osten kam es zu einer Neuordnung der Kräfte. Mit dem Rückzug der USA aus der Region haben Russland und die Türkei das Zepter in der Hand. Israel ist über die Entwicklungen alles andere als Glücklich und beobachtet kritisch. Die USA unter der Führung von Präsident Donald Trump haben einen Handelsstreit mit der Volksrepublik China zu lösen und in den etablierten Volkswirtschaften kämpfen nahezu alle Industrien weiterhin mit der digitalen Transformation. Die Dieselgate Affaire hat die Automobil Industrie zusätzlich getroffen.

Dringend müssen neue (gute) Margengeschäfte gefunden werden und das bedeutet das man viele eingefahrene Strukturen, Produkte und Services überdenken muss. Der Schmerz ist groß genug – endlich wird investiert. Dieser Umstand befeuert den Venture Capital und Private Equity Markt in Europa, da nun auch institutionelle Investoren langsam aufwachen und erkennen, dass Zeit ist die Portfolios neu auszurichten. Aber welche Themen werden wirklich heiß im nächsten Jahr?

Diese 3 Startup Vertikals werden 2019 am stärksten!

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Kryptowährungen und Blockchain – das war wohl das führende Gesprächsthema, quer durch alle Medien, Industrien und Interessensgruppen. Man konnte kaum ein Abend verbringen ohne zumindest kurz über dieses Thema zu sprechen, auch wenn die Technologie noch immer in sehr experimentellem Stadium zu sein scheint und echt sinnvolle Anwendungen weiterhin auf sich warten lassen.

Der nächste Hype kommt bestimmt

Zum Jahresanfang stürzten die Kurse von Kryptowährungen (allen voran Bitcoin (BTC)), nach ihrem raketenhaften Aufstieg (BTC zum 31.12.2017 > USD 20.000) zum Ende des letzten Jahres, in den Keller (BTC per 31.12.2018 > USD 3.500,–). Die Erklärung zu den Hintergründen der drastischen Kursbewegungen von Jahresende 2017 werden heute noch von US-Behörden auf mögliche illegale Aktivitäten untersucht. Die „Krypto-Euphorie“ aus 2017 war aber sicherlich nicht die letzte – in diesem Punkt sind sich alle Marktteilnehmer einig – die Blockchain-Technologie macht in vielen Bereichen Sinn und würde sich durchsetzen. Einige sprechen sogar von einer Revolution des Internets. Soweit würde ich aber nicht gehen.

Es kehrte Ernüchterung ein. Die Bewertung eines fairen Marktpreises für digitale Assets (am Beispiel von Krypto Gold = Bitcoin) erwies sich unter Finanzmarkt Experten als äußerst schwierig / unmöglich. Wenn ein Asset in einem Markt nicht objektiv bewertet werden kann, dann kann man kaum von einem guten Tausch- oder Wertaufbewahrungsmittel ausgehen. Selbst Experten aus der Krypto-Szene waren sich letztes Jahr sehr uneins darüber welche Entwicklung die Kurswerte der führenden Krypto-Assets in den nächsten 12 Monaten nehmen würden.

Macht nichts – der nächste Hype kommt bestimmt. Wir werden uns mit dem Thema alle noch sehr viel beschäftigen und wer (erst) jetzt damit beginnen möchte, dem empfehle ich diese Zusammenfassung der NZZ als Einstieg.

Der Finanzsektor rüstet auf

Die Kurse von Bitcoin und anderen Kryptowährungen werden dann steigen, wenn die Technologie in sinnvollen Anwendungen (mehr als nur ICO Manifestos) in der Breite ankommt und die Finanzindustrie Produkte auf den Marktbringt die den Handel mit diesen Assets – etwa über ein ETF – auch für Retail-Kunden deutlich erleichtert. Egal ob man es gut findet oder nicht – es geht in diese Richtung, auch wenn sich die US-Behörden bisher (noch) intensiv dagegen stemmen.  

Die Finanzindustrie (Banken, Börsen, Dienstleister), insbesondere die großen Investmentbanken an der Wall Street, haben sich letztes Jahr stark mit dem Thema Krypto beschäftigt und massiv aufgerüstet. Wenn der nächste Krypto-Hype einsetzt, will man vorbereitet sein und selbst ein Stück vom Kuchen haben. Selbst die Börse Stuttgart etwa hat im August bereits eine eigene ICO Plattform für den Herbst 2018 angekündigt (bisher aber noch nicht fertiggestellt) auf dem Markt.

Die Nachrichten um eine mögliche Zulassung oder auch nicht Zulassung sogenannter Krypto ETFs in den USA bewege die Krypto-Märkte regelmäßig (sagen Insider). Institutionelle Anleger würden auf diese Instrumente geradezu warten, liest man quer über alle Krypto-Medien. Einfache Indexgebundene Wertpapiere (sog. ETNs) die die Wertentwicklung des Bitcoin abbilden, werden – wie man mit einer kurzen Google Recherche nach einem „Bitcoin Tracker ETN“ sieht – bereits gehandelt.

Regulierung & Standortpolitik

Regulatorisch hat sich in Sachen Digitalisierung / Startups (insb. in Hinblick auf Blockchain & FinTechs) in den letzten 2 Jahren enorm viel getan. Henry Kissinger –  einst einer der wichtigsten Berater von Richard Nixon – unterstrich die dringliche Notwendigkeit eines Digital-Ministeriums Ministeriums (mit Hinweis auf Artificial Intelligence). Sein Vergleich ist drastisch – aber am Punkt: Man stelle sich vor was passiert sei mit den Inkas als die Kolonialisten und die Poken kamen – so wird es uns gehen, wenn wir die neuen Technologien nicht im Griff haben.

Hierzu Lande hat die Regierung immerhin ein Digital-Ministerium mit einer ernsthaften Agenda aufgesetzt und mit Margarete Schramböck eine sehr starke Ministerin im Amt. Wenn wir uns ernsthaft mit neuen Technologien beschäftigen wollen, Innovation in „Sandboxes“ außerhalb bestehender Regularien experimentell erlauben wollen, wird es solche Ministerien und auch weiterhin eine gute Zusammenarbeit in der EU brauchen.

Der Mut zu einer eigenen Artificial Intelligence Strategie in der EU wäre großartig, aber das trauen sich in Europa leider noch – bis auf einige wenige Ausnahmen – nicht sehr viele zu.

Conclusio

Das Jahr 2019 wird spannend. Allen Lesern und Wegbegleitern einen guten Rutsch und viel Erfolg, Glück und Gesundheit im neuen Jahr!

Taxi vs. UBER – Der Sieger steht schon fest!

Die Wiener Taxi Unternehmer haben einen Sieg errungen, aber auch die  Chance vergeben zu lernen. Es wurden keine Kosten und Mühen gescheut, den vermeintlich „bösen“ Konkurrenten UBER mittels einstweiliger Verfügung auf die Strafbank zu schicken. Das traurige ist, dass man den Sieg der Taxi-Unternehmer maximal als Etappenerfolg werten kann. Das eigentliche Rennen ums Überleben, wird man mit dieser Strategie nicht gewinnen. Die Digital-Community ist sich einig – Innovation kann man bremsen, aber nicht aufhalten!

Im Internet gehen die Wogen hoch. Die Nutzer sind empört, ob der irritierend unverständlichen Gesetzeslage und der fragwürdigen Auslegung um ein Monopol noch ein wenig länger zu Schützen.

Smart Mobility – ein spannender Investment Sektor!

Aktuell zählt der Sektor Mobilität (ich sage bewusst nicht Automotive!) zu einem der spannendsten Sektoren im High-Tech-Innovation Bereich überhaupt. Umbruch und Veränderungen prägen den Automobilsektor mehr den je – Mario Herger beschreibt die Situation in seinem Buch „Der letzte Führerscheinneuling: … ist bereits geboren. Wie Google, Tesla, Apple, Uber & Co unsere automobile Gesellschaft verändern“ sehr gut. 

Einerseits finden in diesem Sektor aktuell so viele spannende technische Entwicklungen Anwendung das einem Schwindelig wird und andererseits verändert sich das Kunden- und Nutzungsverhalten von Fahrzeugen und Dienstleistungen fundamental. Es ist eine echte Herausforderung geworden die Übersicht in diesem Feld zu behalten, die richtigen Trends zu erkennen und auf die richtigen „Pferde“ zusetzen. Das ist

Wer Investiert in die Zukunft?

Nach einer Studie von McKinsey & Company investieren in diesem Sektor bislang kaum Automobilkonzerne. Statt diesen sind es internationale Technologie Giganten und Finanzinvestoren (Venture Capital Fonds / Private Equity) die die großen Deals machen. Gerade heute wurde öffentlich, dass der Süd Koreanische Konzern LG den österreichischen „Hidden Champion“ ZKW (Automobil Zulieferer für moderne, hoch innovative Scheinwerfer) für EUR 1,1 Mrd. gekauft hat.

Quelle: McKinsey&Company

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