Taxi vs. UBER – Der Sieger steht schon fest!

Die Wiener Taxi Unternehmer haben einen Sieg errungen, aber auch die  Chance vergeben zu lernen. Es wurden keine Kosten und Mühen gescheut, den vermeintlich „bösen“ Konkurrenten UBER mittels einstweiliger Verfügung auf die Strafbank zu schicken. Das traurige ist, dass man den Sieg der Taxi-Unternehmer maximal als Etappenerfolg werten kann. Das eigentliche Rennen ums Überleben, wird man mit dieser Strategie nicht gewinnen. Die Digital-Community ist sich einig – Innovation kann man bremsen, aber nicht aufhalten!

Im Internet gehen die Wogen hoch. Die Nutzer sind empört, ob der irritierend unverständlichen Gesetzeslage und der fragwürdigen Auslegung um ein Monopol noch ein wenig länger zu Schützen.

Smart Mobility – ein spannender Investment Sektor!

Aktuell zählt der Sektor Mobilität (ich sage bewusst nicht Automotive!) zu einem der spannendsten Sektoren im High-Tech-Innovation Bereich überhaupt. Umbruch und Veränderungen prägen den Automobilsektor mehr den je – Mario Herger beschreibt die Situation in seinem Buch „Der letzte Führerscheinneuling: … ist bereits geboren. Wie Google, Tesla, Apple, Uber & Co unsere automobile Gesellschaft verändern“ sehr gut. 

Einerseits finden in diesem Sektor aktuell so viele spannende technische Entwicklungen Anwendung das einem Schwindelig wird und andererseits verändert sich das Kunden- und Nutzungsverhalten von Fahrzeugen und Dienstleistungen fundamental. Es ist eine echte Herausforderung geworden die Übersicht in diesem Feld zu behalten, die richtigen Trends zu erkennen und auf die richtigen „Pferde“ zusetzen. Das ist

Wer Investiert in die Zukunft?

Nach einer Studie von McKinsey & Company investieren in diesem Sektor bislang kaum Automobilkonzerne. Statt diesen sind es internationale Technologie Giganten und Finanzinvestoren (Venture Capital Fonds / Private Equity) die die großen Deals machen. Gerade heute wurde öffentlich, dass der Süd Koreanische Konzern LG den österreichischen „Hidden Champion“ ZKW (Automobil Zulieferer für moderne, hoch innovative Scheinwerfer) für EUR 1,1 Mrd. gekauft hat.

Quelle: McKinsey&Company

Gemeinsam mit unseren Partnern von E&Co haben wir uns bei Venionaire intensiv Gedanken zur Zukunft des industriellen Mittelstandes gemacht und ein White-Paper konkret für Corporate Startup Engagement Strategien geschrieben. Jetzt Herunterladen!

Was ist mein Startup wert?

Unternehmensbewertung ist eine der anspruchsvollsten Disziplinen der Betriebswirtschaftslehre, insbesondere weil man der paradoxen Realität ins Auge sehen muss, dass ein Unternehmen für unterschiedliche Käufer / Investoren zum selben Zeitpunkt tatsächlich unterschiedliche Werte aufweist. Die Komplexität der Bewertung steigt ferner, je „jünger“ ein Unternehmen ist und je mehr immaterielle Vermögenswerte (z.B. Patente, Marken, Know-How, Prototypen, etc.) in diesen vorhanden sind. Bei Startups kommen beide Faktoren regelmäßig zusammen und das macht die Geschichte dann richtig knifflig.

Investoren und Startups haben – ganz natürlich – unterschiedliche Vorstellungen zur Unternehmensbewertung und diese werden am Verhandlungstisch zusammengeführt (oder auch nicht). Selbst unter Investoren gibt es häufig unterschiedliche Bewertungsansätze. Dieses Paradoxon ist allerdings anhand zweier grundverschiedener Gruppen von Investoren leicht erklärt:

  • Der Stratege (z.B. Beteiligung eines Konzerns): Ein strategischer Investor (z.B. ein Konzern mit relevanter Marktstellung) wird den Unternehmenswert eines Startups dann höher einschätzen, wenn starke wirtschaftliche Synergien und / oder auch andere strategische Interessen zu Grunde liegen. Ein Startup wird gegenüber dem selben Unternehmen einen höheren Wert aufrufen, da es durch eine strategische Beteiligung den Zugang zu Mitbewerbern verlieren könnte und / oder vergleichsweise viel Kontrolle zu verlieren befürchtet.
  • Der Finanzinvestor (z.B. Venture Fund): Der Finanzinvestor rechnet – je nach Restlaufzeit seines Fonds – mit einem Ertrag, der binnen einer Laufzeit (in der Regel 5 bis 6 Jahre – max.), erzielbar sein muss – dabei kalkuliert er eine weitere Verwässerung.

Anmerkung: Bei Folgeinvestitionen verhalten sich beide Investorengruppen ebenfalls sehr unterschiedlich. Während ein Konzern runde über Runde ein Unternehmen übernehmen kann und wird, ist ein Finanzinvestor stärker Wachstums und Kennzahlen getrieben. In sofern sind die Interessen von Finanzinvestoren und von Startups eher gleichgeschaltet – nämlich mit einem klaren Fokus auf einen Exit. Ein Konzern, kann bereits alleine durch das „Aussperren“ des Mitbewerbs, den Zugang zu wichtiger Technologie oder zu wertvollen Fachkräften (vgl. „Acqui-Hire“) profitieren, somit rechnen sie einfach anders. Ein weiterer wichtiger Umstand der neben der Bewertung als solcher bedacht werden sollte.

Die Bücher Handbook of Research on Venture Capital (Elgar Original Reference) (2007) und Handbook of Research on Venture Capital: A Globalizing Industry (Handbooks in Venture Capital Series) (2014) – beide von Hans Landström – geben einen sehr guten Überblick über die unterschiedlichen Verhaltensweisen, Erwartungshaltungen und Strategien von informellen Venture Capital Investoren (Business Angels) bis hin zu Corporate Venture Capital Fonds – sowie den regionalen Unterschieden dieser globalisierenden Industrie.

Unternehmensbewertung bei etablierten Unternehmen

Bei etablierten Unternehmen kommen marktübliche Verfahren – in Österreich etwa das sog. „KFS BW1“ (Verfahren für Fachgutachten der Kammer der Wirtschaftstreuhänder) – zum Einsatz. Dieses Verfahren zeigt einen Liquidationswert, zieht Vergleichswerte (Multiples) und ein Verfahren das die Abzinsung zukünftiger Zahlungsflüsse (DCF) als Grundlage hat heran. Der Durchschnitt dieser Verfahren ergibt dann den Unternehmenswert.

Diese Verfahren kommen in der Venture bzw. Private Equity Praxis in abgewandelter Form zur Anwendung. Diese Investoren sind Exit orientiert (Zielen also auf einen Verkauf ihrer Beteiligungen ab) – somit müssen sie eine zeitliche Schranke einziehen. Sie rechnen mit einer Verwässerung durch spätere Finanzierungsrunden und sie gehen davon aus, dass in einem Portfolio weniger als 10% des eingesetzten Kapitals für mehr als 90% der Erträge verantwortlich ist – schützen sich also vor Abschreibungen die Teil des Geschäfts sind. Die Bewertung von High-Tech Firmen ist ferner stark von immateriellen Vermögenswerten und Know-How beeinflusst, durch Real Optionen (in der Regel vertragliche Sonderrechte bzw. Absicherungen für Investoren oder Optionen für Gründer (z.B. ESOP)) eine Unternehmensbewertung zumindest von außen betrachtet massiv verzerren kann.

Die Bewertung von Startups folgt eigenen Standards

Für junge Wachstumsunternehmen (Startups) kommen spezielle Verfahren zur Anwendung, die sich an internationalen Standards (IPEV Valuation Guidelines) orientieren. Venture Capital Fondsmanager, sowie professionelle Dienstleister folgen diesen Standards. Je länger ein Manager im Geschäft ist, umso besser ist seine Datenbasis und umso ausgeprägter sind seine Erfahrungswerte – diese Faktoren sind wesentlich für die Einstellung der Bewertungsmodelle. Ein erfahrener Fondsmanager (meist ehemaliger Gründer), kann Risikofaktoren, Wachstumspotenziale (Erwartungswerte bei einem zukünftigen Verkauf), die Haltedauer und die Qualität eines Teams viel besser einschätzen und bewerten als ein spitzen Banker / Theoretiker.



Die Bewertung eines Unternehmens und die Strukturierung einer Transaktion gehen bei Venture Capital Hand in Hand. Deshalb rate ich auch immer davon ab – Juristen oder Steuerberater die Führung einer Transaktion zu übergeben! Venture Capital Manager bewegen sich „interdisziplinär“ zwischen diesen Stakeholdern und dürfen diese Themen nicht losgelöst von einander betrachten. Der Preis einer Transaktion – also die Mischung aus einer Bewertung (= Unternehmensanteile gegen Investment) und der vertraglich strukturierten Ansammlung von Bedingungen (die viele wichtige Regeln mit Einfluss auf den Verkaufspreis, die Liquidität und ähnlichen in unterschiedlichen Szenarien beinhalten) –  ist die Grundlage eines erfolgreichen Investments. Wenn man bereits zum Investitionszeitpunkt einen Fehler macht – etwa zuviel bezahlt hat oder die möglichen Szenarien eines Investments schlecht abgesichert – ist ein Investment in Zukunft deutlich schwieriger zu einem wirtschaftlichen Erfolg zu bringen, als wenn man hier einen soliden Job gemacht hat.

Die Bewertungstechnik der Business Angels

Business Angels wenden (bewusst oder unbewusst) in früheren Entwicklungsphasen nochmal andere Bewertungsmodelle an. Business Angels nehmen sich – im Gegensatz zu Venture Fonds oder Corporates – sehr viel Zeit für einige wenige Startups. Sie vernetzen sich in Clubs, oder Investmentgruppen und teilen sich die Arbeit informell auf. Über die Zeit erlangen sie „scheibchenweise“ ein Verständnis und tiefere Einblicke als so manche Due-Diligence gewährt – da sie Startups einfach über eine Zeit als unternehmerischer Begleiter beobachten. Wenn Business Angels sagen, sie investieren schnell, manchmal ohne Due-Diligence, einfach in einem tiefen Vertrauen auf eine Geschäftsidee und ein Team – dann stimmt das nur bedingt. Der Lead-Angel der einen Deal aufbereitet, macht in der Regel sehr wohl eine Hausaufgaben – aber externe Transaktionskosten versucht man tunlichst zu vermeiden. Anmerkung: Nur verständlich weil eine Due-Diligence, Unternehmensbewertung und Transaktionsstrukturierung eines Corporate Venture Deals kann schnell mal EUR 30.000,– ausmachen  – das wären 30% Kosten bei einem Investment von EUR 100.000,–, welches für einen Business Angel schon recht viel wäre.

Aber was kann ein Business Angel eigentlich bewerten? Unternehmen in sehr früheren Entwicklungsphasen (etwa zur Gründung oder kurz davor bzw. danach) bestehen in der Regel aus einem Team, einer guten Idee (vielleicht einem Prototypen), ein paar wenigen Verträgen, einer Vision und dennoch sind sie nicht selten mit ein, zwei Millionen Euro bewertet. In solchen Fällen greifen die oben angeführten Verfahren nur selten und Ansätze wie die Berkus Methode kommen zur Anwendung – ein Modell das aus der Praxis von Business Angels abgeleitet wurde.

5 Tipps zur Bewertung von Startups

Alle beschriebenen Bewertungsansätze haben eines gemeinsam, sie letztlich dazu eine Indikation eines fairen Unternehmenswerts, unter bestimmten Annahmen, zu einem bestimmten Zeitpunkt zu bestimmen. Ein Wert der als Grundlage für Verhandlungen und zur Strukturierung von Mechanismen in Beteiligungsverträgen herangezogen wird. Welcher Preis aber letztlich für Unternehmensanteile gezahlt wird – das entscheidet der Markt und dort wird nicht immer die höchste Bewertung die Zustimmung der Gründer finden, sondern der beste Investor, mit dem besten Angebot.

  • Wenn ihr Investment keine ausreichend hohe Chance hat, eine adäquate Risikoprämie, unter erwarteter Verwässerung, in angemessener Zeit, zurück zu zahlen – ohne den Gründern die Kontrolle über ihr Unternehmen zu  nehmen – dann sollten sie es ziehen lassen! Mit der Venture Capital Methode – können sie das gut im Kopf überschlagen.
  • Stellen sie Kennzahlen vergleichbarer Unternehmen gegenüber. Suchen Sie nach einem Branchen-Multiple den sie ansetzten können (z.B. Finance Magazin) und schlagen sie eine Prämie für die illiquidität eines Venture bzw. Private Equity Investments auf.
  • Evaluieren sie Alternativen – eine Kapitalerhöhung ist ev. ohne professionellen Lead-Investor (häufig Venture Capital Fonds) nicht ratsam. In solchen Situationen empfiehlt es sich ein Darlehen mit Wandlungsrecht oder eine Option zu strukturieren.
  • Nutzen sie vertragliche Bedingungen (Terms) zum Ausgleich. Durch geschickten Einsatz von Vorzugsrechten, Regeln bzw. Absicherungsklauseln kann man Bewertungsunterschiede sehr schön ausgleichen.
  • Ziehen sie einen unabhängigen Experten bei. Startups und Investoren geben in der Regel viel zu viel Geld für Anwälte aus – da sie mit tickender Uhr hin- und her verhandeln. Das beiziehen eines Experten – etwa von Venionaire Capital oder eines Mitbewerbers kann sehr viel Zeit, Geld und Kopfschmerzen sparen!

Anmerkung: Da das Startup immer direkt (aus dem Investment) oder indirekt (über einen Abschlag auf die Bewertung) die Transaktionskosten bezahlt, ist dieses auch gefordert den Investmentprozess so effizient und friktionsfrei wie möglich zu strukturieren.

Wie KMUs erfolgreich mit Startups arbeiten!

Das Herzstück der österreichischen und deutschen Wirtschaft ist der Mittelstand, wie eine Studie des BMWi aus Deutschland bzw. des Wirtschaftsministeriums in Österreich  schön beschreiben. Während die größten Konzerne beider Länder langsam die Digitalisierung für sich in den Griff zu bekommen scheinen, tun sich kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) noch enorm schwer mit diesem Thema.

Sicherlich ist es ein Vorteil das diese Mittelständler in der Regel agiler und schneller in der Umsetzung von neuen Innovationen sind. Es stimmt auch das sie immer schon mit der Zeit gegangen sind und laufend Marktchancen finden müssen die sie erobern können, wenn sie bestehen wollen, ABER die exponentiell beschleunigten Innovationszyklen unserer Zeit – insbesondere im Kontext der Digitalisierung – und damit verbundene drastische Einflüsse auf ihre Geschäftsmodelle haben auch die innovativsten Unternehmen erfasst.

Neue Fragestellungen will man auch in diesem Marktsegment in Zukunft mit der Hilfe von Startups –  in diesem Sinne „von außen“ – beantworten. Die Innovationsfähigkeit und damit die Zukunft des Mittelstandes ist dann  gefährdet, wenn man nicht in der Lage ist die Digitalisierung und die geforderte Geschwindigkeit für das eigene Unternehmen zu übersetzen. In unserem White Paper skizzieren wir zusammen mit unserem Partner, dem auf den Automobil Sektor und deutschen Mittelstand spezialisierten Berater Geza Brugger (E&Co AG), für eine mögliche Lösung zur Stärkung der KMU: Corporate Start-up Engagement (CSE).

5 Bücher für Growth Hacker

Ich habe die felsenfeste Überzeugung, dass man alles erreichen kann was man sich in den Kopf setzt, wenn man nur bereit ist unermüdlich für dieses Ziel zu arbeiten, auf ein kleine Portion „Glück des Tüchtigen“ vertraut und stets sein Köpfchen verwendet! In jedem Fall ist die Grundlage eines jeden Erfolgs das man Anfängt zu tun und das ist oft der schwerste Schritt.

„Was immer du tun kannst oder träumst es zu können, fang damit an.“

Johann Wolfgang von Goethe

Ich habe mich sehr über das Feedback und die angeregte Diskussion zu meinem Artikel über Growth Hacking  (Digitale Revolution im Marketing) gefreut. Da eine Frage gleich mehrfach aufgekommen ist – Welche Bücher man zu dem Thema unbedingt lesen sollte? – habe ich kurzerhand eine kleine Umfrage unter Kollegen, Startups und Experten in meinem Umfeld gemacht und würde nunmehr folgende Bücher empfehlen:

5 Bücher für Growth Hacker & jeden Startup Gründer

Ich hoffe die Bücher helfen euch weiter. Viel Erfolg beim aufbauen und skalieren eurer Unternehmen. Fragen, Anregungen und weitere Tipps sind immer willkommen.

Venture & Tech Trends 2018

Innovationen und Technologie Trends vorherzusagen hat nichts mit Esoterik (etwa einem Blick in die „Glaskugel“) zu tun – wer seine Hausaufgaben richtig macht, kann sehr schön identifizieren welche Themen stärker ziehen als andere.  Professionellen Investoren und Analysten nutzen eine Reihe von technischen Lösungen, Datenanbietern, Publikationen ergänzend zur eigenen Erfahrung und ihrem Netzwerk zur Verfügung. In diesem Artikel stelle ich ein paar Beispiele vor lasse es mir natürlich nicht nehmen meine persönliche Einschätzung der wichtigsten Trends für 2018 zu teilen.

Makro Trends

Wenn man sich täglich in einem Markt bewegt, läuft man automatisch Gefahr einen Tunnelblick zu entwickeln. Ich versuche daher ganz bewusst regelmäßig Branchen relevante Statistiken und Studien zu lesen, um mir selbst einen Überblick zu verschaffen.

Im Bericht zum europäischen Venture Capital Markt von Pitchbook, sieht man das einer wichtigsten Trends sich bereits in einem 30% gestiegenen Investmentanteil von Corporate Venture Capital in Zahlen niederschlägt (aktuell 22% vom Gesamtinvestitionsvolumen). Ich erwarte das der Anteil von Corporate Venture Capital Investments bis 2019 auf über 40% ansteigen wird, da einerseits eine Reihe neuer Fonds ihre Aktivität aufnehmen wird und staatliche Dachfonds (siehe Dänemark, Deutschland und Finnland), sowie der EIF (siehe Venture Capital Initiative) diese Fonds gezielt hebeln werden. Besonders interessant zu beobachten ist die Entwicklungen das dies längst kein Thema für Konzerne mehr ist – im Gegenteil diese sind bis auf wenige Ausnahmen eher Zaghaft in dem Thema. Mittelständische Unternehmen wittern hier eine Chance und schließen sich für „Innovation Fonds“ gezielt zusammen.

KPMG hat im Venture Puls Report (Q4 2017) klar herausgearbeitet, dass gegen Ende des letzten Jahren weiterhin spätere und somit höhere Venture Capital Finanzierungen im Markt beobachtet wurden und auch das die M&A (Exit) Aktivitäten ansteigen. Ich erwarte das es 2018 und 2019 vermehrt zu europäischen IPOs und Trade-Sales im Tech Sektor kommen wird. Insbesondere die kleinen Segmente Scale (Frankfurt) und First North (Nasdaq Nordics) sind hoch attraktiv und werden auch von unseren Portfolio Firmen aktuell sehr stark nachgefragt.

Meine Top 3 – Tech Trends 2018

1. Voice Computing

Ich bin der Überzeugung das „Sprache“ das User-Interface der Zukunft ist. Wir verwenden Amazons Alexa bereits als „Assistentin“ im Büro – etwa zum UBER bestellen oder für das Abfragen von Nachrichten. Obwohl die Funktionalität noch sehr eingeschränkt ist wird einem schnell klar, welches Potenzial durch Business Anwendungen in diesem Produkt entstehen können. Es ist nicht weiter verwunderlich das Amazon gemeinsam mit Tech Stars einen Accelerator – gerade dieses Jahr startet.

Obwohl wir heute high-tech computer als Telefone verwenden hat sich Telefonie „technisch“ kaum verändert. Eine unserer Beteiligungen (Venionaire Capital & European Super Angels Club) – yodel.io – ermöglicht durch ausgereifte Natrual Language Understanding und Künstliche Intelligenz KMUs und Konzernen auf der ganzen Welt Sprachbots, automatisches Routing und Automatisierungen spielend einfach anzubieten. Die Technologie ist bereits verblüffend und ich bin mir sicher das hier noch einiges folgen wird.

2. Security & RegTech

Der Security und RegTech Markt hat durch die GDPR, AML4 und andere regulatorische Verschärfungen in der EU bereits letztes Jahr meine  Aufmerksamkeit auf sich gelenkt. Der Sektor hat eine starke Investitionsdynamik entwickelt – interessant dabei ist jedoch das sich in diesem Feld nur sehr wenige Startups bewegen und die einem Überangebot von Investoren und möglichen strategischen Käufern (mit Akquisitionsdruck) gegenüberstehen. Das österreichische Security Startup Cyan AG hat mit seinem erfolgreichen Börsegang (Scale, Frankfurt) vor wenigen Tagen mMn einen perfekten Zeitpunkt getroffen – bleibt abzuwarten wer nachkommt.

Mit dem European Super Angels Club haben wir ebenfalls den Investmentschwerpunkt für H1 2018 auf dieses Thema gesetzt und die vorgestellten Firmen trafen voll ins Schwarze! Neugierig – dann kontaktieren sie mich über LinkedIN und ich erkläre ihnen gerne wie Teil des Clubs werden können ;-).

3. Digital Health

Die Digitalisierung im Gesundheitssektor ist schon länger ein Thema, welches sich am Standort Wien ausgezeichnet entwickelt hat. Ich denke da etwa an den starken Exit des Startups mySugr, das weltweit bereits führende Startup 123Sonography, Online Apotheken wie z.B. Beavit (gegründet von meiner Frau). Dieser Auszug von höchst erfolgreichen Startups aus Wien kommt nicht von ungefähr. Wien ist für sein exzellentes Gesundheitssystem und seine führenden Mediziner (sowie Universitätskliniken) weltweit bekannt. UNIQA und INITS haben mit neuen Digital Health Hubs bzw. Programmen diesen Thema einen zusätzlichen Anschub gegeben.

Ich habe vor meine Aktivitäten im zweiten Halbjahr diesen Jahres verstärkt auf diesen Sektor zu konzentrieren, dies im engen Schulterschluss mit dem European Super Angels Club – der ebenfalls einen Schwerpunkt in diesem Bereich setzen wird.  (Anm.: Interessierte Startups können sich bereits auf www.superangels.club bewerben!)

 

Am Business Angel Institute teilen erfahrene Business Angels und Venture Capital Fondsmanager ihre Erfahrungen und lehren in strukturierter Weise, wie auch sie die relevanten Trends für sich erkennen – die zugehörigen Startups finden und diese als Investor in ihrer Entwicklung vom initalen Investment bis zum Exit begleiten. Melden sie sich jetzt für die Einführung in Angel Investing  an!

Growth Hacking – Die Digitale Revolution im Marketing

Die Digitalisierung stellt unsere Welt auf den Kopf – neue Geschäftsmodelle, neue Organisationsstrukturen, zunehmende Automatisierung, Lean Management und experimentelle, datenbasierte Strategien. Unternehmensführung, Controlling und Marketing erfordern heute ganz andere Fähigkeiten als noch vor 10 Jahren. Vieles aus meinem eigenen Studium muss heute bereits hinterfragt werden. Das Geschäftsleben und Geschäftsmodelle verändern sich drastisch und das spürt man sehr deutlich im Marketing – einem Berufsfeld das sich drastisch weiterentwickelt hat.

Quelle: Growthbase

Growth Hacking, nennt man die Evolution des Marketings. Das Wort selbst wird in unseren Breitengraden noch als „Modewort“ abgetan – ein neuer Name für bewerte Praxis – aber dahinter steckt viel mehr. Es geht dabei auch nicht einfach um ein neues Software Tool, oder eine Spielerei von Startups – Growth Hacking beschreibt einen völlig neuen, interdisziplinären Ansatz für digitales Marketing.

Was ist Growth Hacking?

Growth Hacking beschreibt eine Disziplin, die verschiedene Methoden des digitalen Marketings mit dem Ziel eines effizienten Wachstums kombiniert. Verschiedene Techniken („Hacks“) werden eingesetzt, um die Traktion einer Webseite zu steigern, akquirierte Nutzer stärker zu aktivieren (z.B. Buchungen auslösen), Kunden länger zu binden, oder diese für Weiterempfehlungen zu gewinnen. Dieser Ansatz kommt in der Regel mit sehr geringen Ressourcen aus und wird daher sehr fokussiert angewandt. Es geht stets darum eine sog. „NORTH STAR METRIC“ – die wichtigste Kennzahl ihres Unternehmens oder Projekts – zu verbessern- Dieser Kennzahl ist alles untergeordnet – sie alleine zu optimieren, bedeutet den Erfolg Ihres Vorhabens entscheidend zu beeinflussen.

Ein Growth Hacker ist ein interdisziplinärer Marketing-Manager, der Viralität, PR, SEO, SEM, Produktdesign (Grundlagen), UX, Marketing-Tools (Technologie-Stack), E-Mail-Marketing, Content-Marketing, Trichter-Marketing, Verhaltenspsychologie, Markenpositionierung und Storytelling versteht und für seine Projekte einsetzt. Diese Disziplinen sind in etablierten Firmenstrukturen (falls vorhanden) in getrennten Abteilungen organisiert – einen Growth Hacker würden solche „Silos“ nur aufhalten, er muss übergreifend agieren und schnell entscheiden können.

Growth Hacking wurde von Startups entwickelt. Diese sind regelmäßig gezwungen, so schnell wie möglich zu wachsen und das mit geringst vorstellbaren personellen und finanziellen Ressourcen. Je besser ein Startup sein Wachstum hacken kann, desto stärker hebt es sich von der Konkurrenz ab und läuft somit möglichen Mitbewerbern einfach davon (Anm.: Das ist die beste Verteidigungsstrategie – da IP nur selten geschützt werden kann!). So steigt aber auch der Wert des Unternehmens und Risikokapitalfonds sehen das ihr Geld gut in dem Startup arbeitet. Nur jene Startups die in diesem harten Wettbewerb an die Spitze kommen, erhalten Risikokapital von den besten Fonds – diese öffnen wiederum die richtigen Türen und sorgen dafür das der Abstand zu den Verfolgern noch größer wird, da auch sie am Ende das Unternehmen mit einem satten Gewinn verkaufen wollen.

Etablierte Unternehmen wollen mitspielen

Zunehmend werden wir in unserer beruflichen Praxis von Konzerne und führenden mittelständischen Unternehmen auf Growth Hacking angesprochen und fungieren in einem ersten Schritt häufig als Wissensvermittler durch in-house Workshops und Trainings. Unsere Kunden sind fasziniert von den neuen Methoden, den „Hacks“ die aus der Welt der Startups kommen und staunen nicht schlecht, wenn man ihnen handfeste Zahlen vorlegt. „Herkömmliche“ Agenturen haben in der Regel in diesem Zusammenhang das nachsehen – sie scheitern (leider) schon häufig bei der richtigen Einbindung der Facebook Pixel oder der optimalen Einrichtung von Google Analytics bzw. dem Merchant Center (obwohl das absolute Basics sind!) – abgesehen davon gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Tools die sie zur Analyse des Nutzerverhaltens auf ihrer Webseite einbinden sollten – aber dazu in einem späteren Artikel mehr im Detail :-).

Growth Hacking erfordert keine großen Teams, sondern technisches (insb. Web) Know-How, Kreativität, Schnelligkeit, einfache Programmierkenntnisse und Fähigkeiten in der Datenanalyse. Sobald man dies erkannt hat – besteht die Herausforderung darin, dieses Know-how in Form von erfahrenen „Wunderwuzzis“ ins Haus zu bekommen. Leider gibt es noch viel zu wenige Experten hierfür auf dem Markt. Die besten Talente sitzen meistens in einem Startup und interessieren sich gar nicht für eine Agentur oder einen 9 to 5 Job.

Die Industrie verliert in diesem Bereich deutlich im „War of Talents“. In den meisten Fällen muss man selbst in die gezielte Ausbildung junger Talente investieren. Die ersten strukturierten Ausbildungen entstehen langsam – siehe Lauder Business School https://thegrowthbase.com/education/certified-growth-hacker .

Daten & Experimente

Daten sind der größte Segen der Digitalisierung, sie ermöglichen direktes Feedback zu Kampagnen (in Echtzeit), gezieltes Reagieren und sie sind die Basis für automatisierte Entscheidungen. Growth Hacker lieben Daten und nutzen einen sogenannten „Technologie-Stack“ der ihnen hilft auf Basis echter Daten effizient und automatisiert zu arbeiten.

Der automatisierte Workflow eines SaaS-Unternehmens (siehe nachstehendes Beispiel: „Marketing Stack Automation Flow“ by CB Insights) zeigt sehr schön auf – was heute bereits mit einfachen und sehr günstigen Lösungen möglich ist.

Der automatisierte Prozess wird natürlich laufend verbessert. Dies passiert durch ständige Datenanalyse und iterative Experimente. Texte, Farben, die Anordnung der Links – alles spielt eine Rolle. Profis testen und experimentieren ständig und optimieren den Funnel so, bis das absolute Maximum ausgereizt ist. Natürlich kann man hier auch viele Erkenntnisse bereits nachlesen und schon mal vorab eine Abkürzung nehmen – es lohnt sich hier mit best-practices zu starten.

Werden Sie zum Growth Hacker!

Wenn Sie Appetit auf mehr haben – dann ist es am besten ein paar Bücher zu kaufen, selbst ein wenig zu Experimentieren und selbst Schritt für Schritt zum Growth Hacker zu werden. Ich gebe gerne auf Anfrage Lesetipps, verlinke Sie bei Bedarf mit professionellen Agenturen aus unserem Netzwerk oder stehe gemeinsam mit weiteren Experten für ein in-house Training zur Verfügung.

Global Pitch – Wien sucht die besten Startups der Welt!

Die Stadt Wien und Dealmatrix machen ernst. Erstmals wurde mit dem GLOBAL PITCH ein globaler Startup Wettbewerb ausgeschrieben, der den Siegern einerseits exklusiven Zugang zum wachsenden Wiener Startup-Ökosystem, aber auch natürlich auch Visibilität gegenüber Investoren, Medien und Co. geben soll. Neben der Auszeichnung als „SIEGER des GLOBAL PITCHES“ können sie die „Sachpreise“ des Wettbewerbs sehen lassen.

Startups haben die Chance das exklusive Wiener Startup-Paket, der Wirtschaftsagentur Wien zu gewinnen und werden 2 Monate nach Wien eingeladen – dies umfasst eine Reihe von Leistungen: 

  • Flugticket nach Wien für eine Person (Economy Class).
  • Unterkunft für 2 Monate für eine Person
  • Schreibtisch im Co-Arbeitsraum für 2 Monate für eine Person
  • 10-stündiges Coaching im Wert von EUR 2.000,–
  • Exklusive Einführung in Wien ́s „Startup Network“

Das Programm läuft vom 2. Oktober bis zum 30. November 2018.

Alle Details findest Du unter: http://bit.ly/ViennaStartupPackage

Das Sieger Team erhält zusätzlich von den Organisatioren von Global Pitch ein wertvolles „Golden Ticket“. Das Startup erhält einmalig „Gratis Eintritt“ zu einer Reihe von Top-Konferenzen auf der ganzen Welt: 4YFN, Bits&Pretzels, She Loves Tech, Rise Up, FinTech Talents, CODE_n

JETZT BEWERBEN (Bewerbungsende 22.05.2018)

Gesucht werden die besten Startups in folgenden Kategorien

  •  Our Planet: Nachhaltigkeit, erneuerbare Energie, Landwirtschaft und Social Impact.
  • Our Body: Gesundheitswesen, Medizin, Biologie, Essen & Trinken, Wellness und Wohlbefinden.
  • Our Economy: Produktion, Vertrieb, Handel und Märkte.
  • Our Information: Datengenerierung, Prognose, Konsum und Analyse.
  • Our Cities: Smarte Städte und Haushalte, E-Government

Die Startups werden von der Jury zunächst evaluiert. In Folge werden die besten in einer zweiten Runde zu einem „online pitch“ (Video Conference) eingeladen – man muss als nicht reisen und kann hier „barrierefrei“ Teilnehmen.

Voraussetzungen zur Teilnahme

Grundvoraussetzungen für die Teilnahme am Programm ist, dass sich das Start-up verpflichtet, vollständig am Programm teilzunehmen und während des Programms mindestens zwei Monate lang physisch (meinem Verständnis nach mit einem Gründer/Mitarbeiter) in Wien präsent zu sein.

Alle Start-ups benötigen für die Dauer des Programms ausreichende finanzielle Mittel, um sich im Hinblick auf die laufenden Lebenshaltungskosten zu ernähren (mit Ausnahme der Kosten für Unterkunft und Co-Working Space).

Allen Teilnehmern – Good Luck 🙂

Österreich erlebt eine neue Gründerzeit

Österreich ist ein Land der Hidden Champions, ein Land der mittelständischen Betriebe (Info: 99,7% der Unternehmen in Österreich waren 2016 KMU’s), ein Land mit etablierten, traditionsreichen Universitäten, wissenschaftlichen Institutionen und nicht zuletzt einem aufstrebenden Startup Ökosystem, welches lautstark eine neue Gründerzeit ausgerufen hat. Man darf langsam stolz sein Unternehmer zu sein – das war nicht immer so.

Österreich öffnet sich International

Der damalige Aussenminister Sebastian Kurz erkannte als einer der ersten, dass man im Ausland viel mehr für Österreichs Gründer und Talente tun müsse. Um die Chancen der Digitalisierung zu nutzen – benötigen wir ein funktionierendes „Startup Ökosystem“ im In- und Ausland.

Quelle: Daniel Cronin (Pitchprofessor)

Im Zuge einer Wirtschaftsdelegation fuhren wir vor 4 Jahren eine Woche nach San Francisco und weiter ins Silicon Valley. Wir konnten uns – gemeinsam mit Minister Kurz – direkt vor Ort ein Bild vom erfolgreichsten Ökosystem der Welt machen und die Erlebnisse gleich direkt diskutieren. Diese Reise hat ihr Ziel nicht verfehlt – heute gibt mit OPEN-AUSTRIA ein aktives Büro (in Zusammenarbeit der Wirtschaftskammer und des Außenministeriums) in San Francisco, welches die Community der Österreicher, Durchreisende und Neuankömmlinge direkt vor Ort betreut.

Die Aussenwirtschaftszentren der Wirtschaftskammer (Advantage Austria) sind generell sehr aktiv auf das Thema aufgesprungen. Ich erinnere mich noch gut, dass den ersten „Austrian Pitching Days“ in London intensive Bemühungen von uns und der AWS (i2 Business Angel Börse) vorangegangen waren- heute sind die Pitching-Days ein Selbstläufer und finden auf der ganzen Welt statt. Mit initiativen bzw. Förderungen wie: GoInternational GoSiliconValley, GoBoston und Co. werden Firmen finanziell und mit aktiven Netzwerken vor Ort bei der Expansion ins Ausland unterstützt.

Aber wir schicken unsere Talente nicht nur auf Reisen – wir landen sie auch ein. Mit dem Global-Pitch rufen Dealmatrix und die Wirtschaftsagentur Wien global zu einem Wettbewerb auf – der den Gewinnern das Wiener Startup Ökossystem für 2 Monate näher bringt.

Gründerzentren machen das Ökosystem sichtbar

International kennt man Österreichs Landes Hauptstädte (allen voran Wien) längst nicht mehr nur wegen der wunderschönen Architektur, Geschichte, der Kunst oder Kultur. Österreich hat in kurzester Vergangenheit Gründerzentren erreichtet, auf die man Stolz sein kann. Sein es die Factory300 in Linz, WeXelerate in Wien, der neue Digital Health Hub der Uniqa oder der A1 Campus in Graz – es gibt heute eine Reihe von privatwirtschaftliche Initiativen, die richtig gute Arbeit leisten.

Das schöne an diesen Zentren ist – jeder kann sich selbst (ein einem Rundgang) davon überzeugen, dass es Innovation und Unternehmertum bei uns wirklich gibt und das keineswegs auf schlechtem Niveau.

Events geben der Szene eine laute Stimme

Als international bekannte „Kongress-Stadt“ hatte Wien einen echten Kickstart durch das Pioneers Festival, welches jährlich tausende Besucher in den historischen Kaiserpalast (Wiener Hofburg) an der noblen Ringstraße lockt und in  eindrucksvoller Art und Weise „Innovation und Technologie“ feiert. Es finden aber laufend grandiose Startup-Events in ganz Österreich statt – soviele das wir es trotz großem Team nicht mehr schaffen alle Events zu besuchen – wie man Eventkalender von AustrianStartups immer aktuell einsehen kann. Dazu kommen noch zahlreiche Meetups in unterschiedlicher Größe.

Österreich braucht noch viel mehr Investoren

Die Investoren Landschaft ist so gut, wie schon lange nicht mehr. Im Frühphasen Segment vielleicht besser als je zuvor, aber wir brauchen dringend weitere starke Venture Capital Fonds am Markt. Es besteht in ganz Europa eine Übernachfrage nach Venture Capital. Das Kapital für Wachstums- bzw. Internationalisierungsphasen fehlt bei uns und das hat gravierende volkswirtschaftlichen Folgen. Startups die in ihren frühen Tagen durch staatliche Förderungen, private Angel Investoren und kleinen Venture Capital Fonds unterstützt wurden – wandern in Länder ab, wo sie Anschlussfinanzierungen in benötigter Höhe erhalten – wenn die Firmen dann „erwachsen“ sind, zahlen sie keine Steuern mehr in Österreich. Dieses Phänomen nennen wir „Brain Drain“ und wir thematisieren es laufend!

Quelle: Venionaire

Unsere Nachbarländer haben dieses Problem erkannt – so gibt es in Dänemark bereits seit ein paar Jahren einen staatlichen Dachfonds, der von Versicherungen, Penionskassen und durch den Staat mit sehr viel Kapital ausgestattet wurde. Dieser staatliche Fonds investiert gezielt in Venture Capital Fonds und hilft als sog. „Cornerstone-Investor“ auch neue Fonds in den Markt zu bekommen. Deutschland hat ein vergleichbares Dachfonds-Modell ins Regierungsprogramm aufgenommen und in Österreich prüft man (so die Gerüchteküche) dieses Modell ebenfalls im Finanzministerium.

Es liegt noch viel Arbeit vor uns

Bei allem was wir an positiven Entwicklungen erwähnen können – muss man realistisch sein: Wir liegen noch immer weit hinter international führenden Startup-Hubs zurück – es braucht viel mehr Talente, einen attraktiveren Wirtschaftsstandort, mehr Kapital und auch starke Büros der internationalen Tech-Riesen (Google, Facebook, etc.).

Gegenüber anderen europäischen Startup-Hubs haben wir sicher bereits Boden gut gemacht. Man spürt deutlich das die Richtung stimmt – aber wir dürfen uns keines Wegs ausruhen – im Gegenteil wir müssen jetzt richtig loslegen und etwas aus der Chance machen. Österreich hat enormes Potenzial.

Eine unserer größten Stärken ist das Verbindliche – wir haben historisch immer schon verstanden, wie man Netzwerke aufbaut und das gemeinsame in den Mittelpunkt stellt. Mit der Europäischen Union und vielleicht gerade mit der Ratspräsidentschaft 2018/2019 haben wir die seltene Chance diese Stärke ein weiteres Mal unter Beweis zu stellen. Wir haben gemeinsam mit Partnern der KPMG Österreich, den European Super Angels Club gegründet, weil wir eine pan-europäische Plattform für Startups und Investoren etablieren wollen.

Die Zugpferde eines Ökosystems sind erfolgreiche Gründer

Heute werden Unternehmer die es geschafft haben in den Medien stark gefeiert! Zurecht! Ein Unternehmen aufzubauen ist ein wilder Ritt und wenn es gelingt, dann darf man auch gerne mal auf die Schulterklopfen. Vielmehr noch – wir sollten diese Strahlkraft nutzen um weitere Gründer zu motivieren Risiken einzugehen und es zu versuchen. Die Logik ist einfach – wie beim Schifahren – je mehr es probieren bzw. erlernen, umso besser werden die Top-Talente sein, die wir hervorbringen.

Die Zugpferde des heutigen Ökosystems, sind Erfolgsgründer die durch ihren Unternehmerischen Erfolg – in vielen Fällen ihre starken Exits – in der Szene bekannt sind. Sie werden direkt angesprochen und stehen in der Regel sehr aktiv und mit einem offenen Ohr für andere Gründer, Investoren und Co. zur Verfügung. Es sind „Helden“ zum anfassen und sie zeigen was aus Österreich (Europa) heraus alles möglich ist.

Es lohnt sich die Helden von Morgen zu motivieren – das hat auch die Politik sehr gut verstanden und dafür bin ich (als Unternehmer), persönlich, sehr dankbar.

Die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sind das Rückgrat unserer Wirtschaft. Sie sind durch ihre Leistungsbereitschaft und Innovationsfähigkeit, die Fähigkeit flexibel auf geänderte Rahmenbedingungen zu reagieren sowie gut ausgebildete Fachkräfte ein Garant für den Erfolg der österreichischen Wirtschaft.

Zitat: BMDW – Webseite

 

 

Ranking: Die 5 besten Bücher für (Startup) Unternehmer 2017

Business Angels und Venture Capital Investoren, waren meist selbst mehrfach in der Rolle eines Unternehmers tätig, bevor sie die Seite gewechselt haben. Mir ist es genau so ergangen – ich habe viele Erfahrungen gemacht, die jungen Gründern wirklich helfen können. Es war nicht immer nur Erfolg im Gegenteil, ein paar Lektionen habe ich sehr hart gelernt und genau deshalb höre ich auch heute noch sehr genau zu (vielleicht mehr als jemals zuvor), wenn Unternehmer von ihren Erfahrungen berichten.

Eine weitere wichtige Quelle für Inspiration, neues Wissen und Reflexion sind für mich – ganz alt-modisch – Bücher. Nach einer kurzen Umfrage unter meinen Facebook Kontakten habe ich eine recht lange Liste an Büchern zusammengestellt, welche ich gerne hier zur Umfrage für die Top 5 Bücher für (Startup) Unternehmer stellen möchte.

Welche Bücher würden sie empfehlen (max. 5 Antworten)?

  • The Hard Thing About Hard Things - Ben Horowitz (16%, 8 Votes)
  • The Art of the Start - Guy Kawasaki (14%, 7 Votes)
  • Eric Ries - Lean Startup (12%, 6 Votes)
  • Tools of Titans - Tim Ferriss (10%, 5 Votes)
  • Zero to One - Peter Thiel (10%, 5 Votes)
  • Traction - Gabriel Weinberg (10%, 5 Votes)
  • Idea to Execution - Ari Meisel and Nick Sonnenberg (6%, 3 Votes)
  • Be Obsessed Or Be Average - Grant Cardone (4%, 2 Votes)
  • Startup Playbook - David Kidder (4%, 2 Votes)
  • Positioning - Al Ries (4%, 2 Votes)
  • Running Lean - Ash Maurya (2%, 1 Votes)
  • Founders at Work - Jessica Livingston (2%, 1 Votes)
  • Pivot - Jenny Blake (2%, 1 Votes)
  • Delivering Happiness: A Path to Profits, .. - Tony Hsieh (2%, 1 Votes)
  • All in - Bill Green (0%, 0 Votes)
  • The New Business Road Test - John Mullins (0%, 0 Votes)
  • Contagious - Jonah Berger (0%, 0 Votes)
  • The power of habit - Charles Duhigg (0%, 0 Votes)

Total Voters: 13

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Ich empfehle Gründern die ganz am Anfang stehen gerne folgende Liste:

  • Eric Ries – Lean Startup
  • Zero to One – Peter Thiel
  • Founders at Work – Jessica Livingston
  • The Art of the Start – Guy Kawasaki
  • Startup Playbook – David Kidder
  • Tools of Titans – Tim Ferriss
  • All in – Bill Green
  • Idea to Execution – Ari Meisel and Nick Sonnenberg
  • Pivot – Jenny Blake
  • Be Obsessed Or Be Average – Grant Cardone

Freue mich aber natürlich auch über jeden Käufer von Erfolgsgründer – Made in Austria (Baurek-Karlic, Pöllinger, Greiler) 🙂