Tools für Innovationsmanager & Analysten

Einst waren es nur Zukunftsforscher die sich intensiv mit der Zukunft auseinandersetzten – heute ist jede Branche unter konstantem Innovationsdruck. Innovationszyklen folgen so schnell aufeinander wie noch nie, die Zeitfenster für Amortisation von Innovationsausgaben und Wettbewerbsvorsprung sind so kurz wie noch nie und wir erleben immer noch eine massive Beschleunigung. Wenn man als Basis aller technologischer Entwicklungen die Rechenleistung unserer Computerchips heranzieht – dann stehen wir kurz davor noch schnellere Entwicklungen dank Quanten-Computer Technologie zu sehen.

Moores Law dient als Indikator für exponentielles Wachstum von Technologie. Sie beschreibt dass sich die Anzahl integrierter Schaltkreiskomponenten alle 2 Jahre verdoppelt – Rechenleistung also somit exponentiell steigt. Tatsächlich scheint diese These bislang nicht widerlegen lassen und glaubt man Ray Kurzweil (Buch Author: The Singularity Is Near: When Humans Transcend Biology) so hat ein einziger Computer in 2 Jahren die Fähigkeit die Rechengeschwindigkeit- und Power eines Nagetiergehirns zu erreichen um schließlich im Jahr 2026 etwa die Rechenpower eines menschlichen Gehirn zu toppen – beschreibt  am 

Wie findet man die Nadel im Heuhaufen?

Die Sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen zu finden habe ich in gewisser weise zu meiner Lebensaufgabe gemacht. Ich liebe es mich mit Technologien, Innovation und der „Zukunft“ selbst zu beschäftigen. In unserer täglichen Arbeit in diesem Feld ist es sehr wichtig, den Innovationsgrad, die zeitliche Erwartung und das Risiko von Entwicklungen abzugrenzen – da sich Innovation in verschiedenen Ebenen und Geschwindigkeiten abspielt.

Quelle: TCW Transfer-Centrum GmbH & Co. KG

Es ist wichtiger den je Trends früh zu erkennen, aber auch Entwicklungen und Produkteinführungen schneller als jemals zuvor zu machen – das Zeitfenster für „Gewinnerzielung“ kleiner geworden ist.  Diese beschleunigten Innovationszyklen und der immense Druck auf erhöhte Geschwindigkeit im Wachstum spielt in der Regel Startups in die Hände. Konzerne und führende Mittelstandsunternehmen suchen ihrerseits zur Recht den Weg zur Kooperation, Investition oder gar Akquise um Innovationskosten und Entwicklungszeiten (inkl. Produkttests) drastisch zu reduzieren.

Strategen, Innovatoren und Investmentmanager müssen sich gleichermaßen ein Bild der Welt von morgen machen und diese qualifiziert einschätzen. Für diesen Zweck, gibt es mittlerweile bereits sehr gute öffentliche und privatwirtschaftliche Datenbanken bzw. Softwareanbieter die gerne von Profis genutzt werden.

Strategisches Innovation Management & Research

  • Itonics – Software & Services for Strategic Innovation Management
  • Mapegy – Data Driven Intelligence for Innovation & Risk
  • Pitchbook – Datenbank für Investoren und Startups – inkl. Transaktionsdaten
  • CB Insights – Data Analytics & Predictions (strong in Tech Startups)
  • Tracxn – Venture Capital & Professional Analyst Software (tracking 230+ Sectors)

Dealflow & Startup Datenbanken

  • Dealmatrix – Innovation Radar & Dealflow Management Solution (Gratis für Business Angels)
  • Crunchbase – Offene „Wiki“ Datenbank für Startups und Investoren

Software Vergleich & Produkte Testen

  • Product Hunt – Neue Software Lösungen entdecken (Fokus: „early-adoptors“)
  • G2 Crowd – Business Software und Services im Vergleich

*) Offenlegung: Berthold Baurek-Karlic ist direkter und indirekter Gesellschafter bei Dealmatrix.

5 Bücher für Growth Hacker

Ich habe die felsenfeste Überzeugung, dass man alles erreichen kann was man sich in den Kopf setzt, wenn man nur bereit ist unermüdlich für dieses Ziel zu arbeiten, auf ein kleine Portion „Glück des Tüchtigen“ vertraut und stets sein Köpfchen verwendet! In jedem Fall ist die Grundlage eines jeden Erfolgs das man Anfängt zu tun und das ist oft der schwerste Schritt.

„Was immer du tun kannst oder träumst es zu können, fang damit an.“

Johann Wolfgang von Goethe

Ich habe mich sehr über das Feedback und die angeregte Diskussion zu meinem Artikel über Growth Hacking  (Digitale Revolution im Marketing) gefreut. Da eine Frage gleich mehrfach aufgekommen ist – Welche Bücher man zu dem Thema unbedingt lesen sollte? – habe ich kurzerhand eine kleine Umfrage unter Kollegen, Startups und Experten in meinem Umfeld gemacht und würde nunmehr folgende Bücher empfehlen:

5 Bücher für Growth Hacker & jeden Startup Gründer

Ich hoffe die Bücher helfen euch weiter. Viel Erfolg beim aufbauen und skalieren eurer Unternehmen. Fragen, Anregungen und weitere Tipps sind immer willkommen.

Venture & Tech Trends 2018

Innovationen und Technologie Trends vorherzusagen hat nichts mit Esoterik (etwa einem Blick in die „Glaskugel“) zu tun – wer seine Hausaufgaben richtig macht, kann sehr schön identifizieren welche Themen stärker ziehen als andere.  Professionellen Investoren und Analysten nutzen eine Reihe von technischen Lösungen, Datenanbietern, Publikationen ergänzend zur eigenen Erfahrung und ihrem Netzwerk zur Verfügung. In diesem Artikel stelle ich ein paar Beispiele vor lasse es mir natürlich nicht nehmen meine persönliche Einschätzung der wichtigsten Trends für 2018 zu teilen.

Makro Trends

Wenn man sich täglich in einem Markt bewegt, läuft man automatisch Gefahr einen Tunnelblick zu entwickeln. Ich versuche daher ganz bewusst regelmäßig Branchen relevante Statistiken und Studien zu lesen, um mir selbst einen Überblick zu verschaffen.

Im Bericht zum europäischen Venture Capital Markt von Pitchbook, sieht man das einer wichtigsten Trends sich bereits in einem 30% gestiegenen Investmentanteil von Corporate Venture Capital in Zahlen niederschlägt (aktuell 22% vom Gesamtinvestitionsvolumen). Ich erwarte das der Anteil von Corporate Venture Capital Investments bis 2019 auf über 40% ansteigen wird, da einerseits eine Reihe neuer Fonds ihre Aktivität aufnehmen wird und staatliche Dachfonds (siehe Dänemark, Deutschland und Finnland), sowie der EIF (siehe Venture Capital Initiative) diese Fonds gezielt hebeln werden. Besonders interessant zu beobachten ist die Entwicklungen das dies längst kein Thema für Konzerne mehr ist – im Gegenteil diese sind bis auf wenige Ausnahmen eher Zaghaft in dem Thema. Mittelständische Unternehmen wittern hier eine Chance und schließen sich für „Innovation Fonds“ gezielt zusammen.

KPMG hat im Venture Puls Report (Q4 2017) klar herausgearbeitet, dass gegen Ende des letzten Jahren weiterhin spätere und somit höhere Venture Capital Finanzierungen im Markt beobachtet wurden und auch das die M&A (Exit) Aktivitäten ansteigen. Ich erwarte das es 2018 und 2019 vermehrt zu europäischen IPOs und Trade-Sales im Tech Sektor kommen wird. Insbesondere die kleinen Segmente Scale (Frankfurt) und First North (Nasdaq Nordics) sind hoch attraktiv und werden auch von unseren Portfolio Firmen aktuell sehr stark nachgefragt.

Meine Top 3 – Tech Trends 2018

1. Voice Computing

Ich bin der Überzeugung das „Sprache“ das User-Interface der Zukunft ist. Wir verwenden Amazons Alexa bereits als „Assistentin“ im Büro – etwa zum UBER bestellen oder für das Abfragen von Nachrichten. Obwohl die Funktionalität noch sehr eingeschränkt ist wird einem schnell klar, welches Potenzial durch Business Anwendungen in diesem Produkt entstehen können. Es ist nicht weiter verwunderlich das Amazon gemeinsam mit Tech Stars einen Accelerator – gerade dieses Jahr startet.

Obwohl wir heute high-tech computer als Telefone verwenden hat sich Telefonie „technisch“ kaum verändert. Eine unserer Beteiligungen (Venionaire Capital & European Super Angels Club) – yodel.io – ermöglicht durch ausgereifte Natrual Language Understanding und Künstliche Intelligenz KMUs und Konzernen auf der ganzen Welt Sprachbots, automatisches Routing und Automatisierungen spielend einfach anzubieten. Die Technologie ist bereits verblüffend und ich bin mir sicher das hier noch einiges folgen wird.

2. Security & RegTech

Der Security und RegTech Markt hat durch die GDPR, AML4 und andere regulatorische Verschärfungen in der EU bereits letztes Jahr meine  Aufmerksamkeit auf sich gelenkt. Der Sektor hat eine starke Investitionsdynamik entwickelt – interessant dabei ist jedoch das sich in diesem Feld nur sehr wenige Startups bewegen und die einem Überangebot von Investoren und möglichen strategischen Käufern (mit Akquisitionsdruck) gegenüberstehen. Das österreichische Security Startup Cyan AG hat mit seinem erfolgreichen Börsegang (Scale, Frankfurt) vor wenigen Tagen mMn einen perfekten Zeitpunkt getroffen – bleibt abzuwarten wer nachkommt.

Mit dem European Super Angels Club haben wir ebenfalls den Investmentschwerpunkt für H1 2018 auf dieses Thema gesetzt und die vorgestellten Firmen trafen voll ins Schwarze! Neugierig – dann kontaktieren sie mich über LinkedIN und ich erkläre ihnen gerne wie Teil des Clubs werden können ;-).

3. Digital Health

Die Digitalisierung im Gesundheitssektor ist schon länger ein Thema, welches sich am Standort Wien ausgezeichnet entwickelt hat. Ich denke da etwa an den starken Exit des Startups mySugr, das weltweit bereits führende Startup 123Sonography, Online Apotheken wie z.B. Beavit (gegründet von meiner Frau). Dieser Auszug von höchst erfolgreichen Startups aus Wien kommt nicht von ungefähr. Wien ist für sein exzellentes Gesundheitssystem und seine führenden Mediziner (sowie Universitätskliniken) weltweit bekannt. UNIQA und INITS haben mit neuen Digital Health Hubs bzw. Programmen diesen Thema einen zusätzlichen Anschub gegeben.

Ich habe vor meine Aktivitäten im zweiten Halbjahr diesen Jahres verstärkt auf diesen Sektor zu konzentrieren, dies im engen Schulterschluss mit dem European Super Angels Club – der ebenfalls einen Schwerpunkt in diesem Bereich setzen wird.  (Anm.: Interessierte Startups können sich bereits auf www.superangels.club bewerben!)

 

Am Business Angel Institute teilen erfahrene Business Angels und Venture Capital Fondsmanager ihre Erfahrungen und lehren in strukturierter Weise, wie auch sie die relevanten Trends für sich erkennen – die zugehörigen Startups finden und diese als Investor in ihrer Entwicklung vom initalen Investment bis zum Exit begleiten. Melden sie sich jetzt für die Einführung in Angel Investing  an!

Growth Hacking – Die Digitale Revolution im Marketing

Die Digitalisierung stellt unsere Welt auf den Kopf – neue Geschäftsmodelle, neue Organisationsstrukturen, zunehmende Automatisierung, Lean Management und experimentelle, datenbasierte Strategien. Unternehmensführung, Controlling und Marketing erfordern heute ganz andere Fähigkeiten als noch vor 10 Jahren. Vieles aus meinem eigenen Studium muss heute bereits hinterfragt werden. Das Geschäftsleben und Geschäftsmodelle verändern sich drastisch und das spürt man sehr deutlich im Marketing – einem Berufsfeld das sich drastisch weiterentwickelt hat.

Quelle: Growthbase

Growth Hacking, nennt man die Evolution des Marketings. Das Wort selbst wird in unseren Breitengraden noch als „Modewort“ abgetan – ein neuer Name für bewerte Praxis – aber dahinter steckt viel mehr. Es geht dabei auch nicht einfach um ein neues Software Tool, oder eine Spielerei von Startups – Growth Hacking beschreibt einen völlig neuen, interdisziplinären Ansatz für digitales Marketing.

Was ist Growth Hacking?

Growth Hacking beschreibt eine Disziplin, die verschiedene Methoden des digitalen Marketings mit dem Ziel eines effizienten Wachstums kombiniert. Verschiedene Techniken („Hacks“) werden eingesetzt, um die Traktion einer Webseite zu steigern, akquirierte Nutzer stärker zu aktivieren (z.B. Buchungen auslösen), Kunden länger zu binden, oder diese für Weiterempfehlungen zu gewinnen. Dieser Ansatz kommt in der Regel mit sehr geringen Ressourcen aus und wird daher sehr fokussiert angewandt. Es geht stets darum eine sog. „NORTH STAR METRIC“ – die wichtigste Kennzahl ihres Unternehmens oder Projekts – zu verbessern- Dieser Kennzahl ist alles untergeordnet – sie alleine zu optimieren, bedeutet den Erfolg Ihres Vorhabens entscheidend zu beeinflussen.

Ein Growth Hacker ist ein interdisziplinärer Marketing-Manager, der Viralität, PR, SEO, SEM, Produktdesign (Grundlagen), UX, Marketing-Tools (Technologie-Stack), E-Mail-Marketing, Content-Marketing, Trichter-Marketing, Verhaltenspsychologie, Markenpositionierung und Storytelling versteht und für seine Projekte einsetzt. Diese Disziplinen sind in etablierten Firmenstrukturen (falls vorhanden) in getrennten Abteilungen organisiert – einen Growth Hacker würden solche „Silos“ nur aufhalten, er muss übergreifend agieren und schnell entscheiden können.

Growth Hacking wurde von Startups entwickelt. Diese sind regelmäßig gezwungen, so schnell wie möglich zu wachsen und das mit geringst vorstellbaren personellen und finanziellen Ressourcen. Je besser ein Startup sein Wachstum hacken kann, desto stärker hebt es sich von der Konkurrenz ab und läuft somit möglichen Mitbewerbern einfach davon (Anm.: Das ist die beste Verteidigungsstrategie – da IP nur selten geschützt werden kann!). So steigt aber auch der Wert des Unternehmens und Risikokapitalfonds sehen das ihr Geld gut in dem Startup arbeitet. Nur jene Startups die in diesem harten Wettbewerb an die Spitze kommen, erhalten Risikokapital von den besten Fonds – diese öffnen wiederum die richtigen Türen und sorgen dafür das der Abstand zu den Verfolgern noch größer wird, da auch sie am Ende das Unternehmen mit einem satten Gewinn verkaufen wollen.

Etablierte Unternehmen wollen mitspielen

Zunehmend werden wir in unserer beruflichen Praxis von Konzerne und führenden mittelständischen Unternehmen auf Growth Hacking angesprochen und fungieren in einem ersten Schritt häufig als Wissensvermittler durch in-house Workshops und Trainings. Unsere Kunden sind fasziniert von den neuen Methoden, den „Hacks“ die aus der Welt der Startups kommen und staunen nicht schlecht, wenn man ihnen handfeste Zahlen vorlegt. „Herkömmliche“ Agenturen haben in der Regel in diesem Zusammenhang das nachsehen – sie scheitern (leider) schon häufig bei der richtigen Einbindung der Facebook Pixel oder der optimalen Einrichtung von Google Analytics bzw. dem Merchant Center (obwohl das absolute Basics sind!) – abgesehen davon gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Tools die sie zur Analyse des Nutzerverhaltens auf ihrer Webseite einbinden sollten – aber dazu in einem späteren Artikel mehr im Detail :-).

Growth Hacking erfordert keine großen Teams, sondern technisches (insb. Web) Know-How, Kreativität, Schnelligkeit, einfache Programmierkenntnisse und Fähigkeiten in der Datenanalyse. Sobald man dies erkannt hat – besteht die Herausforderung darin, dieses Know-how in Form von erfahrenen „Wunderwuzzis“ ins Haus zu bekommen. Leider gibt es noch viel zu wenige Experten hierfür auf dem Markt. Die besten Talente sitzen meistens in einem Startup und interessieren sich gar nicht für eine Agentur oder einen 9 to 5 Job.

Die Industrie verliert in diesem Bereich deutlich im „War of Talents“. In den meisten Fällen muss man selbst in die gezielte Ausbildung junger Talente investieren. Die ersten strukturierten Ausbildungen entstehen langsam – siehe Lauder Business School https://thegrowthbase.com/education/certified-growth-hacker .

Daten & Experimente

Daten sind der größte Segen der Digitalisierung, sie ermöglichen direktes Feedback zu Kampagnen (in Echtzeit), gezieltes Reagieren und sie sind die Basis für automatisierte Entscheidungen. Growth Hacker lieben Daten und nutzen einen sogenannten „Technologie-Stack“ der ihnen hilft auf Basis echter Daten effizient und automatisiert zu arbeiten.

Der automatisierte Workflow eines SaaS-Unternehmens (siehe nachstehendes Beispiel: „Marketing Stack Automation Flow“ by CB Insights) zeigt sehr schön auf – was heute bereits mit einfachen und sehr günstigen Lösungen möglich ist.

Der automatisierte Prozess wird natürlich laufend verbessert. Dies passiert durch ständige Datenanalyse und iterative Experimente. Texte, Farben, die Anordnung der Links – alles spielt eine Rolle. Profis testen und experimentieren ständig und optimieren den Funnel so, bis das absolute Maximum ausgereizt ist. Natürlich kann man hier auch viele Erkenntnisse bereits nachlesen und schon mal vorab eine Abkürzung nehmen – es lohnt sich hier mit best-practices zu starten.

Werden Sie zum Growth Hacker!

Wenn Sie Appetit auf mehr haben – dann ist es am besten ein paar Bücher zu kaufen, selbst ein wenig zu Experimentieren und selbst Schritt für Schritt zum Growth Hacker zu werden. Ich gebe gerne auf Anfrage Lesetipps, verlinke Sie bei Bedarf mit professionellen Agenturen aus unserem Netzwerk oder stehe gemeinsam mit weiteren Experten für ein in-house Training zur Verfügung.

Sind sie auch schon „on-chain“ (Blockchain)?

Zur Zeit dreht sich alles um Blockchain. Es vergeht kein Tag an dem, man nicht etwas neues zu diesem „heißen“ Thema ließt – dennoch gibt es sehr viele Menschen die noch nicht verstanden haben, was es eigentlich (wirklich) mit der „Blockchain“ auf sich hat. Grund genug um einen kleinen Blog-Artikel zu schreiben und zwei aktuelle Veranstaltungen zu dem Thema in den Fokus zu rücken, wo man sein Wissen vertiefen kann:

22. 3.2018 – VIP (Vienna Innovation Party) NIGHT (WIEN)
-20% mit dem Promotion Code „ESAC“

17.5. bis 18.5.2018 – Blockchain Master Class (WIEN)
-10%
mit dem  Promotion Code „LS18“

Viel Spass & ich hoffe wir sehen uns bei den Events 🙂

KEINE AHNUNG – was ist diese „BLOCKCHAIN“?

Die Welt ist fasziniert von dem Drama um den kometenhaften Aufstieg von Kryptowährungen 2017 und den anschließenden Zusammenbruch der Kurse. Im Dezember erreichte der Preis einer einzelnen Münze fast 20.000 $, bevor er Anfang Februar auf unter 6.000 $ absackte. Selbst der Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich verglich die Manie um Bitcoin mit „einer Kombination aus einer Blase, einem Ponzi-Schema und einer Umweltkatastrophe“.

Den Absturz haben viele kommen gesehen – auch der Nobelpreisträger Robert Shiller, hatte noch bevor die Kryptowährung fast zwei Drittel ihres Spitzenwertes verlor, tiefe Zweifel an ihrer Langlebigkeit geäußert – aber er war sehr schnell dabei, seine Skepsis gegenüber den langfristigen Perspektiven von Bitcoin (BTC) von seinem Optimismus für die Technologie zu trennen, auf der sie aufgebaut war: die Blockchain.

Was ist also die Blockchain (insoliert von BTC betrachtet)?

Die Technologie (Blockchain), auf der Bitcoin und andere Krypto-Währungen aufgebaut wurden, wird nicht von einem Unternehmen oder einer Institution überwacht, sondern lebt in einem Netzwerk von Tausenden von PCs. Ein sicherer, verteilter „Ledger“ sozusagen.

Das ist das Herz der „Blockchain-Plattformen“: Durch die Schaffung einer sicheren Datenbank – über viele verschiedene Computer hinweg – entfällt die Notwendigkeit, dass eine Bank oder eine andere Institution als „Vertrauens-Zentrale“ existiert, die die Daten überwacht und reguliert.

Wie funktioniert die Blockchain?

Bei Bitcoin, der ersten Blockchain Anwendung in der bereiten Masse, validiert und protokolliert ein großes Computernetzwerk alle Finanztransaktionen in einem offenen und manipulationssicheren Ledger-System (ohne Kontrolleinheit – also 100% automatisch). Jene Marktteilnehmer, die mithelfen, diese Transaktionen durchzuführen und dieses digitale „Buch“ (eine Kopie der Datenbank) zu führen, indem sie natürlich auch Rechenleistung anbieten, erhalten Bitcoin als Gegenleistung für ihre Dienstleistungen. Das ist nur Fair, da Rechenleistung letztlich auch Strom kostet – die Logik ist also ähnlich einer Provision für die Bank (bei Verarbeitung einer Zahlung) im alten „politischen“ System.

Wie wirkt sich das auf Sie aus?

Wenn die Blockchain-Technologie tatsächlich bis 2027 bis zu 10 % des globalen BIP ausmacht, wie es vereinzelt vorhergesagt wird, dann werden wir alle früh genug spüren das eine Reihe heutiger „Validierungsstellen“ wegfallen. Es geht nicht wirklich darum, ob, sondern wann. Der ökonomische Vorteil und die Tatsache das man – nach heutigem Erkenntnisstand – nicht betrügen kann in diesem System, macht Experten sicher das sich die Technologie durchsetzen wird.

ABER! Da es sich bei dieser Technologie um eine grundlegende Technologie handelt, kann es eine Weile dauern bis wir weit verbreitete Anwendungen sehen – diese Faktor ist kaum einzuschätzen. Es gibt viele Ideen zur breiten Anwendung – u.a. sehr häufig genannt werden sogenannte „Smart Contracts“. Die Idee ist – eine Vielzahl von Verträgen, automatisch in Gang zu setzen, sobald die Vertragsbedingungen erfüllt sind – so könnte man zum Beispiel digitale Güter Handeln und Tauschen.

Der Versuch einer „einfachen“ Erklärung (wie eben beschrieben) wurde inspiriert durch einen Artikel des „World Economic Forums“ – den ich persönlich bereits im Original sehr gelungen fand. Ich habe diesen hier in gekürzter und übersetzter Fassung versucht noch mehr auf den Punkt zu bringen – ich hoffe mit Erfolg?

Global Pitch – Wien sucht die besten Startups der Welt!

Die Stadt Wien und Dealmatrix machen ernst. Erstmals wurde mit dem GLOBAL PITCH ein globaler Startup Wettbewerb ausgeschrieben, der den Siegern einerseits exklusiven Zugang zum wachsenden Wiener Startup-Ökosystem, aber auch natürlich auch Visibilität gegenüber Investoren, Medien und Co. geben soll. Neben der Auszeichnung als „SIEGER des GLOBAL PITCHES“ können sie die „Sachpreise“ des Wettbewerbs sehen lassen.

Startups haben die Chance das exklusive Wiener Startup-Paket, der Wirtschaftsagentur Wien zu gewinnen und werden 2 Monate nach Wien eingeladen – dies umfasst eine Reihe von Leistungen: 

  • Flugticket nach Wien für eine Person (Economy Class).
  • Unterkunft für 2 Monate für eine Person
  • Schreibtisch im Co-Arbeitsraum für 2 Monate für eine Person
  • 10-stündiges Coaching im Wert von EUR 2.000,–
  • Exklusive Einführung in Wien ́s „Startup Network“

Das Programm läuft vom 2. Oktober bis zum 30. November 2018.

Alle Details findest Du unter: http://bit.ly/ViennaStartupPackage

Das Sieger Team erhält zusätzlich von den Organisatioren von Global Pitch ein wertvolles „Golden Ticket“. Das Startup erhält einmalig „Gratis Eintritt“ zu einer Reihe von Top-Konferenzen auf der ganzen Welt: 4YFN, Bits&Pretzels, She Loves Tech, Rise Up, FinTech Talents, CODE_n

JETZT BEWERBEN (Bewerbungsende 22.05.2018)

Gesucht werden die besten Startups in folgenden Kategorien

  •  Our Planet: Nachhaltigkeit, erneuerbare Energie, Landwirtschaft und Social Impact.
  • Our Body: Gesundheitswesen, Medizin, Biologie, Essen & Trinken, Wellness und Wohlbefinden.
  • Our Economy: Produktion, Vertrieb, Handel und Märkte.
  • Our Information: Datengenerierung, Prognose, Konsum und Analyse.
  • Our Cities: Smarte Städte und Haushalte, E-Government

Die Startups werden von der Jury zunächst evaluiert. In Folge werden die besten in einer zweiten Runde zu einem „online pitch“ (Video Conference) eingeladen – man muss als nicht reisen und kann hier „barrierefrei“ Teilnehmen.

Voraussetzungen zur Teilnahme

Grundvoraussetzungen für die Teilnahme am Programm ist, dass sich das Start-up verpflichtet, vollständig am Programm teilzunehmen und während des Programms mindestens zwei Monate lang physisch (meinem Verständnis nach mit einem Gründer/Mitarbeiter) in Wien präsent zu sein.

Alle Start-ups benötigen für die Dauer des Programms ausreichende finanzielle Mittel, um sich im Hinblick auf die laufenden Lebenshaltungskosten zu ernähren (mit Ausnahme der Kosten für Unterkunft und Co-Working Space).

Allen Teilnehmern – Good Luck 🙂

Österreich erlebt eine neue Gründerzeit

Österreich ist ein Land der Hidden Champions, ein Land der mittelständischen Betriebe (Info: 99,7% der Unternehmen in Österreich waren 2016 KMU’s), ein Land mit etablierten, traditionsreichen Universitäten, wissenschaftlichen Institutionen und nicht zuletzt einem aufstrebenden Startup Ökosystem, welches lautstark eine neue Gründerzeit ausgerufen hat. Man darf langsam stolz sein Unternehmer zu sein – das war nicht immer so.

Österreich öffnet sich International

Der damalige Aussenminister Sebastian Kurz erkannte als einer der ersten, dass man im Ausland viel mehr für Österreichs Gründer und Talente tun müsse. Um die Chancen der Digitalisierung zu nutzen – benötigen wir ein funktionierendes „Startup Ökosystem“ im In- und Ausland.

Quelle: Daniel Cronin (Pitchprofessor)

Im Zuge einer Wirtschaftsdelegation fuhren wir vor 4 Jahren eine Woche nach San Francisco und weiter ins Silicon Valley. Wir konnten uns – gemeinsam mit Minister Kurz – direkt vor Ort ein Bild vom erfolgreichsten Ökosystem der Welt machen und die Erlebnisse gleich direkt diskutieren. Diese Reise hat ihr Ziel nicht verfehlt – heute gibt mit OPEN-AUSTRIA ein aktives Büro (in Zusammenarbeit der Wirtschaftskammer und des Außenministeriums) in San Francisco, welches die Community der Österreicher, Durchreisende und Neuankömmlinge direkt vor Ort betreut.

Die Aussenwirtschaftszentren der Wirtschaftskammer (Advantage Austria) sind generell sehr aktiv auf das Thema aufgesprungen. Ich erinnere mich noch gut, dass den ersten „Austrian Pitching Days“ in London intensive Bemühungen von uns und der AWS (i2 Business Angel Börse) vorangegangen waren- heute sind die Pitching-Days ein Selbstläufer und finden auf der ganzen Welt statt. Mit initiativen bzw. Förderungen wie: GoInternational GoSiliconValley, GoBoston und Co. werden Firmen finanziell und mit aktiven Netzwerken vor Ort bei der Expansion ins Ausland unterstützt.

Aber wir schicken unsere Talente nicht nur auf Reisen – wir landen sie auch ein. Mit dem Global-Pitch rufen Dealmatrix und die Wirtschaftsagentur Wien global zu einem Wettbewerb auf – der den Gewinnern das Wiener Startup Ökossystem für 2 Monate näher bringt.

Gründerzentren machen das Ökosystem sichtbar

International kennt man Österreichs Landes Hauptstädte (allen voran Wien) längst nicht mehr nur wegen der wunderschönen Architektur, Geschichte, der Kunst oder Kultur. Österreich hat in kurzester Vergangenheit Gründerzentren erreichtet, auf die man Stolz sein kann. Sein es die Factory300 in Linz, WeXelerate in Wien, der neue Digital Health Hub der Uniqa oder der A1 Campus in Graz – es gibt heute eine Reihe von privatwirtschaftliche Initiativen, die richtig gute Arbeit leisten.

Das schöne an diesen Zentren ist – jeder kann sich selbst (ein einem Rundgang) davon überzeugen, dass es Innovation und Unternehmertum bei uns wirklich gibt und das keineswegs auf schlechtem Niveau.

Events geben der Szene eine laute Stimme

Als international bekannte „Kongress-Stadt“ hatte Wien einen echten Kickstart durch das Pioneers Festival, welches jährlich tausende Besucher in den historischen Kaiserpalast (Wiener Hofburg) an der noblen Ringstraße lockt und in  eindrucksvoller Art und Weise „Innovation und Technologie“ feiert. Es finden aber laufend grandiose Startup-Events in ganz Österreich statt – soviele das wir es trotz großem Team nicht mehr schaffen alle Events zu besuchen – wie man Eventkalender von AustrianStartups immer aktuell einsehen kann. Dazu kommen noch zahlreiche Meetups in unterschiedlicher Größe.

Österreich braucht noch viel mehr Investoren

Die Investoren Landschaft ist so gut, wie schon lange nicht mehr. Im Frühphasen Segment vielleicht besser als je zuvor, aber wir brauchen dringend weitere starke Venture Capital Fonds am Markt. Es besteht in ganz Europa eine Übernachfrage nach Venture Capital. Das Kapital für Wachstums- bzw. Internationalisierungsphasen fehlt bei uns und das hat gravierende volkswirtschaftlichen Folgen. Startups die in ihren frühen Tagen durch staatliche Förderungen, private Angel Investoren und kleinen Venture Capital Fonds unterstützt wurden – wandern in Länder ab, wo sie Anschlussfinanzierungen in benötigter Höhe erhalten – wenn die Firmen dann „erwachsen“ sind, zahlen sie keine Steuern mehr in Österreich. Dieses Phänomen nennen wir „Brain Drain“ und wir thematisieren es laufend!

Quelle: Venionaire

Unsere Nachbarländer haben dieses Problem erkannt – so gibt es in Dänemark bereits seit ein paar Jahren einen staatlichen Dachfonds, der von Versicherungen, Penionskassen und durch den Staat mit sehr viel Kapital ausgestattet wurde. Dieser staatliche Fonds investiert gezielt in Venture Capital Fonds und hilft als sog. „Cornerstone-Investor“ auch neue Fonds in den Markt zu bekommen. Deutschland hat ein vergleichbares Dachfonds-Modell ins Regierungsprogramm aufgenommen und in Österreich prüft man (so die Gerüchteküche) dieses Modell ebenfalls im Finanzministerium.

Es liegt noch viel Arbeit vor uns

Bei allem was wir an positiven Entwicklungen erwähnen können – muss man realistisch sein: Wir liegen noch immer weit hinter international führenden Startup-Hubs zurück – es braucht viel mehr Talente, einen attraktiveren Wirtschaftsstandort, mehr Kapital und auch starke Büros der internationalen Tech-Riesen (Google, Facebook, etc.).

Gegenüber anderen europäischen Startup-Hubs haben wir sicher bereits Boden gut gemacht. Man spürt deutlich das die Richtung stimmt – aber wir dürfen uns keines Wegs ausruhen – im Gegenteil wir müssen jetzt richtig loslegen und etwas aus der Chance machen. Österreich hat enormes Potenzial.

Eine unserer größten Stärken ist das Verbindliche – wir haben historisch immer schon verstanden, wie man Netzwerke aufbaut und das gemeinsame in den Mittelpunkt stellt. Mit der Europäischen Union und vielleicht gerade mit der Ratspräsidentschaft 2018/2019 haben wir die seltene Chance diese Stärke ein weiteres Mal unter Beweis zu stellen. Wir haben gemeinsam mit Partnern der KPMG Österreich, den European Super Angels Club gegründet, weil wir eine pan-europäische Plattform für Startups und Investoren etablieren wollen.

Die Zugpferde eines Ökosystems sind erfolgreiche Gründer

Heute werden Unternehmer die es geschafft haben in den Medien stark gefeiert! Zurecht! Ein Unternehmen aufzubauen ist ein wilder Ritt und wenn es gelingt, dann darf man auch gerne mal auf die Schulterklopfen. Vielmehr noch – wir sollten diese Strahlkraft nutzen um weitere Gründer zu motivieren Risiken einzugehen und es zu versuchen. Die Logik ist einfach – wie beim Schifahren – je mehr es probieren bzw. erlernen, umso besser werden die Top-Talente sein, die wir hervorbringen.

Die Zugpferde des heutigen Ökosystems, sind Erfolgsgründer die durch ihren Unternehmerischen Erfolg – in vielen Fällen ihre starken Exits – in der Szene bekannt sind. Sie werden direkt angesprochen und stehen in der Regel sehr aktiv und mit einem offenen Ohr für andere Gründer, Investoren und Co. zur Verfügung. Es sind „Helden“ zum anfassen und sie zeigen was aus Österreich (Europa) heraus alles möglich ist.

Es lohnt sich die Helden von Morgen zu motivieren – das hat auch die Politik sehr gut verstanden und dafür bin ich (als Unternehmer), persönlich, sehr dankbar.

Die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sind das Rückgrat unserer Wirtschaft. Sie sind durch ihre Leistungsbereitschaft und Innovationsfähigkeit, die Fähigkeit flexibel auf geänderte Rahmenbedingungen zu reagieren sowie gut ausgebildete Fachkräfte ein Garant für den Erfolg der österreichischen Wirtschaft.

Zitat: BMDW – Webseite

 

 

Krypto Goldrausch – Bitcoin, Ethereum & Co.

Im letzten Jahr ist ein regelrechter Goldrausch um Kryptowährungen entstanden. Ein Goldrausch, der natürlich auch seine Kritiker hat und das nicht ganz unberechtigt. Die einen machen sich sorgen, dass Bitcoins Energie-Blutsauger sind und somit ein extrem unökologisches Investment darstellen, andere wiederum sehen in Kryptowährungen (kurz: Kryptos) als das größte Pyramidenspiel aller Zeiten – die Idealisten andererseits sehen in Bitcoin (generell in Blockchain basierten Systemen) politisch unabhängige Systeme denen man mehr vertrauen könne und wieder andere sehen nur einen neuen Weg wie sie ihr Geld mit einem Turbo vermehren können. Aber wer hat nun Recht?

Krypto-Währungen ein gutes Investment?

Wie bereits einleitend angemerkt gibt es zahlreiche Argumente für und gegen Kryptowährungen, aber man kann sicher nicht leugnen das Kryptos 2017 zu einem fixen Spieler in der Finanzwelt aufgestiegen sind. Investoren wurden magisch angezogen vom extremen Kursanstieg der digitalen Währungen, die quer durch alle Medien getrieben wurden. Der Bitcoin (kurz BTC) selbst war dabei nicht einmal unter den Top 10 ertragreichsten Kryptos:

Quelle: TheAtlas.com

Ich selbst bin bei Kryptowährungen sehr skeptisch – was keines Wegs heißt das ich keine besitze und mich nicht dafür interessiere. Die Preisbildung von Kryptowährungen nenne ich dennoch gerne schnippisch: „Digitalen Vodoo”. Die Komplexität der Bewertungsfrage bzw. Preisbildung wird später in diesem Beitrag noch im Detail angesprochen. Bei aller Kritik üben digitale Währungen unverkennbar einen großen Reiz aus, dem auch ich mich nicht entziehen kann.

Wenn man sich die Marktkapitalisierung von Kryptowährungen ansieht (also dem Volumen, welches weltweit in Kryptowährungen veranlag

t ist, multipliziert mit dem aktuellen Kurswert), dann sieht man sofort enorme Unterschiede. Bitcoin (BTC) ist ohne Zweifel am höchsten kapitalisierte Kryptowährung. In BTC werden gut die Hälfte der globalen Kryptogelder gehalten, abgeschlagen liegt an zweiter Stelle bereits Etherium (ETH).

Quelle: https://coinmarketcap.com

Der Vergleich zu traditionellen Anlageklassen lässt die Kapitalisierung der Kryptowährungen jedoch relativ klein erscheinen, auch wenn die Marktkapitalisierung von Bitcoin aktuell über jeder von Coca Cola liegt.

Quelle:  Marketwatch.com (June 21, 2017)

Anmerkung (zur Grafik “Putting the World’s Money into Perspective”): Bis zum Dezember 2017 hatte sich die Marktkapitalisierung von Bitcoin fast verdoppelt, was aber keinen Einfluss auf die Platzierung in diesem Ranking gehabt hätte – daher habe ich mir erlaubt diese “alte” Grafik aus dem Juni 2017 zu übernehmen.

Wenn man als sog. „Otto Normalverbraucher“ in Bitcoin investieren möchte – WOVON ICH AN DIESER STELLE AUSDRÜCKLICH ABRATE – muss man längst kein „Krypto Experte“ mehr sein. Die Finanzindustrie hat hier mittlerweile sehr gut „vorgesorgt“, wer am Hype partizipieren will der darf das auch. Man muss weder ein Wallet aufsetzen, noch über einen speziellen Handelsplatz etwas kaufen das man ohnehin kaum versteht und man muss sich auch nicht mit den steuerlichen Konsequenzen möglicher Erträge im Detail beschäftigen, wenn man es nicht will oder kann. Mittlerweile gibt es Zertifikate die z.B. den Kurs von Bitcoin (gegen USD) verfolgen. Diese Produkte funktionieren ähnlich einem ETF, welches einen Index nachbildet – siehe ISIN SE0007126024. BITCOINS sind definitiv in der Finanzwelt angekommen.

Kryptowährungen (insb. Bitcoin) werden für Banken zunehmend wichtiger, sie wollen sich das Geschäft nicht entgehen lassen und springen langsam auf den Zug auf. Diesen Trend hat die Investmentbank Goldman Sachs jüngst erkannt und startet in wenigen Wochen den aktiven Handel mit Bitcoin wie man kürzlich (Dezember 2017) gelesen hat.

Aus meiner Sicht eine wirklich gute Idee und auch ein notwendiges Übel, wenn man bedenkt wie schwer es ist höhere Volumen (seriös) über die bislang recht kleinen und illiquiden Marktplätze – ohne regulierte Broker (allenfalls unter Beiziehung fragwürdiger Hedging-Services) – zu veräußern. Ich kenne persönlich ein paar Investoren die mehrere Millionen Euro in Bitcoin ihr eigen nennen und echte Schwierigkeiten haben ihre Erträge zu realisieren.

Jamie Dimon (JP Morgen, CEO) hat Bitcoin noch letztes Jahr als „Betrug“ bezeichnet. Hat er recht? Man wird sehen, ob sich JP Morgen gänzlich aus diesem Spiel heraushält – ich persönlich bezweifle es. Neben Goldman Sachs sind auch andere Banken auf den Geschmack des digitalen Geldes gekommen, so haben eine ganze Reihe großer Banken in Ripple investiert.

Ripple ist eine Währung die auf einen Blockchain verwandten Ansatz baut, dem sog. „distributed ledger“. In Sachen Transaktionsgeschwindigkeit ist dieser Ansatz der Blockchain überlegen – die Dezentralisierung durch eine limitierte Zahl vertrauter Netzwerkpartner ist dennoch gegeben. Die Entwickler haben darüber hinaus gezielt Eigenschaften dieses “Geldes” vorgesehen, die für Banken wichtig sind.

2017 war der Ripple sicherlich die größte Überraschung, wenngleich der “Old-Economy Krypto” noch auf vergleichsweise wenigen Plattformen gehandelt wird und von der Community zu großen Teilen mit Skepsis betrachtet wird und da die Währung selbst bei Ripple nicht im Zentrum steht. Wer Ripple kaufen wollte musste bislang einen kleinen Umweg nehmen – die Verbreitung des Coins ist aber nach der Rally des letzten Jahres sicher nicht mehr zu stoppen.

Ranking: Die 5 besten Bücher für (Startup) Unternehmer 2017

Business Angels und Venture Capital Investoren, waren meist selbst mehrfach in der Rolle eines Unternehmers tätig, bevor sie die Seite gewechselt haben. Mir ist es genau so ergangen – ich habe viele Erfahrungen gemacht, die jungen Gründern wirklich helfen können. Es war nicht immer nur Erfolg im Gegenteil, ein paar Lektionen habe ich sehr hart gelernt und genau deshalb höre ich auch heute noch sehr genau zu (vielleicht mehr als jemals zuvor), wenn Unternehmer von ihren Erfahrungen berichten.

Eine weitere wichtige Quelle für Inspiration, neues Wissen und Reflexion sind für mich – ganz alt-modisch – Bücher. Nach einer kurzen Umfrage unter meinen Facebook Kontakten habe ich eine recht lange Liste an Büchern zusammengestellt, welche ich gerne hier zur Umfrage für die Top 5 Bücher für (Startup) Unternehmer stellen möchte.

Welche Bücher würden sie empfehlen (max. 5 Antworten)?

  • The Hard Thing About Hard Things - Ben Horowitz (16%, 8 Votes)
  • The Art of the Start - Guy Kawasaki (14%, 7 Votes)
  • Eric Ries - Lean Startup (12%, 6 Votes)
  • Tools of Titans - Tim Ferriss (10%, 5 Votes)
  • Zero to One - Peter Thiel (10%, 5 Votes)
  • Traction - Gabriel Weinberg (10%, 5 Votes)
  • Idea to Execution - Ari Meisel and Nick Sonnenberg (6%, 3 Votes)
  • Be Obsessed Or Be Average - Grant Cardone (4%, 2 Votes)
  • Startup Playbook - David Kidder (4%, 2 Votes)
  • Positioning - Al Ries (4%, 2 Votes)
  • Running Lean - Ash Maurya (2%, 1 Votes)
  • Founders at Work - Jessica Livingston (2%, 1 Votes)
  • Pivot - Jenny Blake (2%, 1 Votes)
  • Delivering Happiness: A Path to Profits, .. - Tony Hsieh (2%, 1 Votes)
  • All in - Bill Green (0%, 0 Votes)
  • The New Business Road Test - John Mullins (0%, 0 Votes)
  • Contagious - Jonah Berger (0%, 0 Votes)
  • The power of habit - Charles Duhigg (0%, 0 Votes)

Total Voters: 13

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Ich empfehle Gründern die ganz am Anfang stehen gerne folgende Liste:

  • Eric Ries – Lean Startup
  • Zero to One – Peter Thiel
  • Founders at Work – Jessica Livingston
  • The Art of the Start – Guy Kawasaki
  • Startup Playbook – David Kidder
  • Tools of Titans – Tim Ferriss
  • All in – Bill Green
  • Idea to Execution – Ari Meisel and Nick Sonnenberg
  • Pivot – Jenny Blake
  • Be Obsessed Or Be Average – Grant Cardone

Freue mich aber natürlich auch über jeden Käufer von Erfolgsgründer – Made in Austria (Baurek-Karlic, Pöllinger, Greiler) 🙂

 

Stimmen vom Europäischen Forum Alpbach 2017

Das Europäische Forum Alpbach bietet neben dem offiziellen Programm, eine ganze Reihe von spannenden Break-Out Sessions und Side-Events – etwa Diskussionsrunden mit Politikern (im kleineren Runden), sportliche Aktivitäten (Puls4 „Promi“ Fussball), Podiumsdiskussionen und Empfänge von führenden Konzernen, wie der Verbund AG, T-Mobile, REWE, A1 und vielen mehr.

Es ist fast unmöglich an allen Veranstaltungen teilzunehmen. Alpbach lebt von ungezwungenen Gesprächen, intensivem Networking und dem überwinden von zeitlichen Limitierungen des Alltags.

In den Alpen nehmen sich jedes Jahr High-Potentials, Politiker und Top-Manager bewusst viel Zeit für Gespräche und sammeln wichtige Anregungen für Innovationen von morgen. Für alle die dieses Jahr nicht teilnehmen konnten, habe ich ein paar Stimmen eingesammelt und freue mich über die Zusendung weiterer Zitate:

 

„Alpbach ist jedes Jahr von Neuem ein Zusammentreffen der Extraklasse. Es gibt m.E. nichts Vergleichbares, wo sich vor so einer Bergkulisse viele von Rang und Namen  aus den unterschiedlichsten Branchen aus Inland und Ausland ein „Stell Dich ein“ geben. Ein idealer Ort für intellektuellen Genuss und perfektes Netzwerken.“ 

Rainer Newald, APA

„In Österreich ist es in den letzten Jahren immer schwerer geworden, notwendige Reformen umzusetzen. Das Europäische Forum bietet eine gute Möglichkeit, offen und ohne Tabus mit führenden Experten aktuelle Defizite und zukünftige Entwicklungen zu diskutieren sowie über neue Wege nachzudenken.“

Sebastian Kurz, Bundesminister für Europa, Integration und Äußeres

„Das nenne ich Effizienz – in Alpbach kann man 6 Monate Networking in 3 Tagen erledigen.“

Nikolaus Futter, Geschäftsführer Compass Gruppe & Business Angel

„Die Höhenluft, das wunderschöne Wetter und die anregenden Gespräche haben das entstehen neuer Business Ideen gefördert.“

Michael Krammer, Managing Partner Ventocom & Präsident Rapid Wien

„Alpbach bringt mich dazu persönlich und beruflich zu hinterfragen zu reflektieren und neu zu bewerten. Die Inspirationen der Break out Sessions, die hochkarätigen Panels und der Netzwerkeffekt ist eine Kombination die man nur im schönsten Dorf Europas findet.“

Thomas Primus, Gründer (CEO) Food Notify

„Man ist ja von Natur aus kein Engel, vielmehr ein Menschenkind und ringsherum gibt es ein Gedrängl, von jenen die das selbe sind.“

Gerhard Neubauer, Unternehmensberater (mit verweis auf Heinz Erhart)

„Ich feiere dieses Jahr mein 20 jährige Jubiläum in Alpbach und ich liebe Alpbach wie am ersten Tag!“

Matthias Strolz, Abgeordneter zum Nationalrat

„Sowohl die politische Eröffnung, als auch die Eröffnung der Wirtschaftsgespräche war sehr enttäuschend. Positiv ist das der Spirit von Alpbach lebt und man dennoch positive Impulse sammeln kann.“

Alexander Eriksröd, Student University College London

„Was wäre Alpbach ohne Wandern und Diskutieren – jenseits des Kongresszentrums.“

Michael Köttritsch, Management und Karriere Leiter DiePresse

„Es gibt selten die Gelegenheit so ungezwungen und intensiv, über mehrere Stunden mit führenden Wirtschaftspersönlichkeiten in einen Dialog zu treten, wie es beim Forum Alpbach der Fall ist. Aufstrebende junge Talente, Startups, Vorstände von führenden Konzernen aller Industrien und Politik sind in Alpbach alle vertreten und haben ein offenes Ohr – man nimmt sich die Zeit die man oft im Alltag nicht hat.“

Dejan Jovicevic, Managing Partner derBrutkasten

„Wirtschaft und Technik sind fest miteinander verbunden – das spürt man hautnah auf den Technologie- und Wirtschaftsgesprächen in Alpbach. Die zunehmende Digitalisierung, die neuen Datenschutzrichtlinien der EU, in Verbindung mit dem Aufkommen von sehr großen, sensiblen Datenmengen, bringen enorme Herausforderungen mit sich. Das Thema ist dieses Jahr omnipräsent.“

Andreas Tomek, Partner KPMG

„Alpbach verlangt einem sehr viel Energie ab, gibt einem auch unglaublich viel Energie zurück. Seit  Jahren ist das Europäische Forum Alpbach fix in meinem Kalender und das wird auch weiterhin so sein.“

Yvonne Pirkner, ÖBB Leitung Open Innovation Lab und Service Design Center

„Spannende Breakout Sessions, gute Event-Organisation – was mir aber dieses Jahr etwas fehlt, sind die revolutionären Ideen …  wofür das Forum eigentlich bekannt ist.“

Bernhard Hauser, Founder (CEO) orat.io

„Sehr anstrengend, aber immer wieder die Reise wert. Logistisch war es dieses Jahr eine echte Herausforderung – aber ich bin mir sicher, im nächsten Jahr werden sie dies optimieren.“

Thomas Maidorfer, Wiener Strategieforum

 

.. more to come.