Startups brauchen mehr Sichtbarkeit

Als Business Angel muss man in Zeiten der Krise kreativ werden. Startups haben mit rückläufigen Umsätzen zu kämpfen und suchen folglich vermehrt nach frischem Kapital, die Stimmung unter den Investoren ist aber gedämpft was sich in deutlich in verringerter Bereitschaft für neue Investitionen zeigt. Der Wettbewerb um die verbliebenen Investoren ist damit so hoch wie noch nie und der Kampf um jeden zahlenden Kunden umso bedeutender will man überleben. Was also tun? Wird der Staat alle retten? Wohl eher nicht. Ich versuche im Rahmen meiner Möglichkeiten mit verschiedenen Initiativen die Sichtbarkeit für Startups zu erhöhen und Instrumente für Fundraising zur Verfügung zu stellen.

Hacking Fundraising

Wir können unmöglich alle Projekte betreuen die an uns herangetragen werden. Das haben wir früh erkannt. Im ersten Lock-Down war meine Inbox täglich voll und wir haben uns Gedanken gemacht, wie wir in dieser Situation helfen können. Die Entscheidung viel auf ein günstiges on-demand Kursprogramm, ergänzend zu bereits bestehenden Online-Beratungsangeboten von Venionaire Capital, unter dem Titel „Hacking Fundraising„, welches seit gestern online ist. Wir mussten das Rad nicht neu erfinden, dennoch kostete die Produktion des Video-Materials und der Downloads mehr Zeit als wir uns ursprünglich dachten.

Wir stellen Gründern ein DIY (do-it-yourself) Kit für Fundraising bestehend aus einer Toolbox (Downloads) zur Verfügung die u.a. 300 Investoren (Status Liste) und einen Videokurs enthält. Der Kurs hilft typische Fehler im Fundraising zu vermeiden und wertvolle Zeit zu sparen wenn man sich auf die Ansprache von Investoren vorbereitet bzw. mit diesen bereits in oberflächlichen Verhandlungen steckt. Der Kurs ersetzt keine professionelle Begleitung eines Prozesses, erhöht aber sicherlich die Chance auf einen erfolgreichen Abschluss eines Deals. Know-how und Erfahrung ist in diesem Bereich nicht zu unterschätzen.

100 Startups – Made in Austria

Eine weitere Initiative die ich aktuell mit viel Herzblut unterstütze ist das Buch „100 Startups – Made in Austria“. Hier wählt die Startup Community 100 Startups die in einem englischsprachigen Buch von Home Town Media (Maggie Childs) in Interviews ihre Geschichte erzählen dürfen. Das Buch wird dank einer Kooperation mit go-international in allen Außenhandelsstellen der WKÖ aufliegen und international sehr viel Sichtbarkeit erzeugen. Wir haben großartige Gründer und Startups, mit fantastischen und bewegenden Geschichten die wir erzählen müssen.

Der Startup-Standort hat darüber hinaus in Sachen Ökosystem viel zu bieten und wir werden natürlich auch über die wichtigsten Player schreiben. So ein Projekt ist ein kleines Mammut – aber es macht auch Spaß und dank Partnern wie dem Science Park Graz, der Wirtschaftsagentur Wien, derBrutkasten, European Super Angels Club und vielen mehr verteilt sich die Last auf verschiedene Schultern. Schön zu sehen, dass wir im Ökosystem an einem Strang zeihen wenn es darauf ankommt.

Tech – Made in Europe

Eine weitere Initiative die in der Krise entstanden ist und dank der freundlichen Unterstützung von Felix Häusler – dem Gründer von www.grape.io – schnell umgesetzt werden konnte ist „TECH – MADE in EUROPE“ eine offene App die europäischen Softwarelösungen als Alternative zu internationalen Riesen positioniert.

In einem Interview mit Business Angels Europe (BAE) habe ich kürzlich erklärt, warum es wichtig ist das wir aktuell auf unsere „eigenen“ Lösungen vertrauen und nicht immer gleich internationale Services nutzen. Jeder Euro Umsatz hilft heute Arbeitsplätze zu erhalten und die Krise damit aktiv abzumildern. Man muss dabei nicht einmal große Abstriche machen – Lösungen aus Europa können sich wirklich sehen sehen lassen und müssen sich im direkten Vergleich nicht verstecken, auch wenn die Konkurrenz Milliarden wert ist.

Kopf hoch – gemeinsam schaffen wir das!

Wenn das Marktumfeld schwierig wird, kann man laut um Hilfe rufen – oder die Ärmel aufkrempeln und selbst Lösungen suchen. Es trennt sich die Spreu vom Weizen. Wir werden nach der Krise wissen, wer unsere Freunde sind, welche Firmen bzw. Unternehmer bereit waren eine Extra-Meile zu gehen und mit einem Blick zurück wissen welche Entscheidungen besser gewesen wären. Wenn wir aber nichts versuchen, dann fahren wir mit Sicherheit an die Wand. Darauf hab ich keinen Bock und ich werde unermüdlich versuchen so vielen wie möglich zu helfen, die bereit sind an Lösungen zu arbeiten.

Neues Buchprojekt: 100 Startups – Made in Austria

Es freut mich ganz besonders, dass mein neues Buchprojekt gemeinsam mit Florian Kandler und dem Verlag Hometown Media in Umsetzung geht. Unter dem Titel „100 Startups – Made in Austria“ werden wir Gründergeschichten von 100 Startups beleuchten, die ihren Weg machen. Wir werden von zukünftige Hidden Champions, von Deep-Tech bis zu digitalen Wettbewerbern in kurzen Fakten Checks und Interviews vorstellen. Das Buch selbst wird global beworben, an ausgewählte VCs in ganz Europa versandt. Die Community selbst wählt aus einer Liste von rund 200 Startups, welche 100 Unternehmen für das Buch eingeladen werden sollen.

Hintergrund zum Buch

Die Idee zu „100 Startups – Made in Austria“, entstand gemeinsam mit dem Verlag Home Town Media. Es ist handelt sich bis zu einem bestimmten Grad um eine englischsprachige Fortführung des früheren Buch-Projekts „Erfolgsgründer: Made in Austria“ von Berthold Baurek-Karlic, Fabian Greiler und Helmut Pöllinger (November 2014) Taschenbuch. Der Aufbau des Buchs wird etwas verändert und soll für den Leser dadurch noch interessanter werden. Das Ziel ist international mehr Aufmerksamkeit auf das gewachsene Ökosystem in Österreich zu lenken. Unser neues Buch baut auf dem rund 6 Jahre alten Buchprojekt Erfolgsgründer auf. Es wird sich aber in wesentlichen Punkten unterscheiden. Die Community selbst wird diesmal entscheiden, wer für ein Interview in dem Buch eingeladen wird. Gemeinsam mit Florian Kandler haben wir ein paar sog. growth-hacks entwickelt, die den Startups viel Reichweite abseits vom Buch selbst bringen sollen. Viel zu oft, leiden heimische Startups darunter international zu wenig Sichtbarkeit zu bekommen, wie aufmerksame Leser bereits in meinen letzten Beiträgen auf diesem Blog gelesen haben.

Welche 100 Startups sollen ins Buch?

Auf der Landing-Page zum Buch kann man seit heute für seine Favoriten abstimmen. Die Stimmenabgabe ist einmal täglich möglich. Das österreichische Startup Ökosystem hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen haben sich mehr und mehr innovative Unternehmer und Investoren gefunden, die etwas verändern wollten. Erste internationale Erfolge waren als Bestätigung dieses Wegs wichtig.

Mittlerweile lesen wir regelmäßig von internationalen Größen, die in heimische Startups investieren. Der Austrian Startup Monitor 2019 belegte in Zahlen, wie groß der Wirtschaftsfaktor Startups geworden ist. 2.200 Startups wurden seit 2008 gegründet, wovon 9 von 10 Mitarbeiter angewachsen sind und laufend neue Arbeitsplätze geschaffen haben. In Summe arbeiteten rund 17.500 Menschen in österreichischen Startups. Finanziert wurden startups zu 52% mit Wachstumskapital. Bemerkenswert ist das 90% der Startups bereits Ende 2019 Umsätze im Ausland verbuchten und somit die DNA möglicher zukünftiger Hidden Champions in sich tragen.

Der mehrfache Unternehmensgründer und Co-Autor des Buchs, Florian Kandler unterstreicht die Bedeutung des Projekts: „Erfolgreiche Unternehmen wissen oft gar nicht, wie stark ihre Geschichte einen indirekten Einfluss auf unsere Wirtschaft übt. Jedes Mal wenn sie ihr Wissen und ihre Story mit Jungunternehmern und der Community teilen, passiert in den Köpfen der Zuhörer etwas. Es sind Stories, die Menschen zum Unternehmertum bringen und Wissen, das der nächste Generation von GründerInnen auf ihrem unternehmerischen Weg hilft.“. Florian lernte 2011 als er im Silicon Valley lebte, wie wertvoll es ist wenn erfahrene Unternehmer Wissen mit einem teilen. Er propagiert seither die #PayItForward Geisteshaltung und geht selbst mit gutem Beispiel voran, wie Freunde seine Podcasts „Gründer und Zünder“ oder Leser des Austrian Startup Monitors, oder seines Buches „Business Angels vs. Business Devils“ wissen.


Margaret Childs, ist in der Startup-Szene seit Jahren sehr aktiv und war als Verlegerin perfekt. Als Gründerin des englisch sprachigen Magazins und der zugehörigen Online-Platform „Metropole“ blickt sie regelmäßig hinter die Kulissen der Bundeshauptstadt Wien und teilt wissenswertes über alles was sich in Österreich tut. Zu ihren Lesern zählt eine internationale Community – sogenannte Expats. Corporate Publishing ist neben dem Magazin ein wesentlicher Teil ihres Geschäfts geworden und somit hat sie das Buchprojekt initiiert von Florian Kandler und Berthold Baurek-Karlic sofort angesprochen. „Wir wollen das Bewusstsein für Startups – Made in Austria schärfen. Es gibt großartige Erfinder und Gründer in Österreich, diese sind aber häufig in der breiteren Öffentlichkeit kaum bekannt. Die Pandemie hat uns aufgezeigt, dass wir diesen Produkten, Services und Europäischen Alternativen zu internationalen Tech-Riesen mehr Beachtung schenken müssen.“.

Du willst unser Projekt unterstützen? Der Vorverkauf ist eröffnet, die beste Unterstützung ist eine Ausgabe unserer Hardcover „Special Edition“ vorab zu bestellen -> siehe Infoseite 100 Startups – Made in Austria.

Business -A-n-g-e-l-s- Devils

Florian Kandler einer von Österreichs umtriebigsten Serien-Unternehmern und Author des Austrian Startup Reports hat ein neues Projekt – ein Buch mit dem Titel „Business Angels Devils“ geschrieben. Ich hatte bereits diese Woche die Ehre die ersten Zeilen des „Entwurfs“ zu lesen und durfte natürlich auch mit ein paar Tipps und Anekdoten beisteuern.

Foto by Florian Kandler

Für sein Buch hat Florian verschiedene Geschichten von Gründern, Anwälten und Investoren zusammengetragen, die einem Gründer und Unternehmer aufzeigen sollen, worauf man besonders achten muss wenn man erfolgreich zusammenarbeiten will.

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Auf der Suche nach weiteren Büchern für Gründer und Investoren? In einem älteren Beitrag habe ich eine Liste von 13 Büchern zusammengestellt, die man als erfolgreicher Gründer oder Investor gelesen haben sollte.

In eigener Sache

Mein nächstes Buch wird das Phänomen „FOUNDER CLASH“ (unter dem gleichnamigen Titel) behandeln. Nur 1% der Startups werden erfolgreich, wie wir wissen. Ich werde in meinem Buch den zwischenmenschlichen Abgründen auf den Grund gehen, die zu Spannungen, (gerichtlichen) Auseinandersetzungen, Lügen und Betrug führen. In vielen Fällen mit starker krimineller Energie bleiben Investoren und redliche Co-Foundern auf Strecke. Zum Schutz vor Identitäten und aus Respekt vor der Privatsphäre, werde ich anonymisierte Geschichten (lediglich angelehnt an reale Begebenheiten) und soweit abstrahiert dargestellt schreiben, um Rückschlüsse auf Einzelfälle auszuschließen.

DU KENNST EINE HORROR GESCHICHTE AUS EINEM STARTUP, ODER HAST SELBST EINE ERLEBT? Ich freue mich jederzeit über eine Kontaktaufnahme via LinkedIN – je mehr Input umso besser.

13 Bücher die erfolgreiche Gründer lesen!

„Wer lesen kann ist im Vorteil“ – sagt ein altes Sprichwort – das gilt auch für Gründer. Ich habe (beiläufig) die erfolgreichsten Gründer die ich in den letzten Jahren getroffen habe nach Büchern gefragt die sie gelesen haben und wollte wissen ob diese ihren Weg maßgeblich beeinflusst haben. Die Antwort hat mich überrascht – bis auf wenige statistische Ausreißer haben die meisten einen Großteil der Nachstehenden Bücher genannt.

Wenn man also als Business Angel, angehender Venture Capital Manager oder Start-Up Gründer nach ein paar Büchern sucht, die man wirklich gelesen haben sollte, dann empfehle ich von Herzen folgende Bücher:

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In meinem Newsletter teile ich regelmäßig (aber nicht öfter als 1x pro Monat!) Tipps, Rabatte (z.B. für Startup-Events) und nützliche Links für Gründer / Investoren.

Ich wünsche viel Freude beim lesen und viel Erfolg!