Startup Bewertung (k)ein Kinderspiel

Venture Capital Fonds haben dieses Jahr erneut Rekordvolumen eingesammelt, noch nie wurde soviel in Europas Tech-Startups investiert, gleichzeitig ging allerdings die Zahl der Transaktionen zurück. Diese Zahlen sagen uns, der Markt wird reifer, immer mehr europäische Startups schaffen es in den Unicorn Club. Die Zahl der Unicorns – stark dominiert aus China und den USA – ist so hoch wie noch nie, somit ist die Meldung über Rekordvolumen nicht gleichbedeutend damit das Europas Startup-Hubs zur Weltspitze aufschließen – sie folgen vielmehr dem globalen Trend (wenn überhaupt). Im Jahr 2019 gab es eine Rekordzahl von IPOs, gleichzeitig waren noch nie mehr Unicorns am Markt und das markiert den bisherigen Peak in der „Digitalen Revolution“, dieser Trend wird allerdings anhalten denke ich.

Der Wettbewerb um Funding für Startups in frühen Phasen wird unter dessen härter. Vor einigen Jahren reichte es noch ein gutes Team und schöne „erste“ KPIs zu zeigen. Von der nächsten Generation von Startups wird aber mehr erwartet! Nach der Digitalisierung von „alten“ Geschäftsmodellen und Prozessen, der Sammlung und Strukturierung wichtiger Datenpunkte, muss nun die Produktivität durch Automatisierung und Künstliche Intelligenzen gesteigert werden. Hier wird sich die Spreu vom Weizen trennen.

Sind Milliarden Bewertungen gerechtfertigt?

Völlig willkürlich sind Startup-Bewertungen in der Tat nicht, auch wenn das angesichts der vielen Unicorns schwer zu glauben ist. Die berufliche bzw. professionelle Praxis folgt klaren Regeln und Standards – wie sie etwa in den IPEV Guidelines (http://www.privateequityvaluation.com/Valuation-Guidelines) festgeschrieben sind. Wer selbst einmal rechnen möchte wie viel sein Startup oder vielleicht das nächste Investment wirklich Wert ist, kann ab jetzt ein neues Tool nutzen.


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Der Startup-Bewertungsrechner bildet die zwei wichtigsten Bewertungsmodelle der Venture Industrie ab – in meinem Interview mit derBrutkasten heute morgen habe ich mehr dazu erklärt, ein paar Tipps für die Benutzung des Rechners gegeben und auch gleich mit ein paar Mythen aufgeräumt.

Empfehlung: Ich schreibe Regelmäßig für das Online Medium derBrutkasten (eines der führenden Startup-Medien im deutschsprachigen Raum) – viel Spass beim Lesen – unter diesem Link findet ihr alle meinen bisherigen Beiträge.

2019 – Das Jahr der Tech-IPOs

Die österreichische Startup300 AG hat das Jahr 2019 am neuen Wiener Börse-Segment für Wachstumsunternehmen mit einem Listing eröffnet – der Kurs ist – wie nicht selten (eigentlich üblich) bei einem Tech-IPO – zunächst stark gefallen, da Investoren die ihr Kapital bereits über einige Jahre gebunden hatten zumindest teilweise Kasse machen. Das selbe Bild zeigte sich bereits bei Facebook in den ersten 12 Monaten und zuletzt wieder beim Börsegang des US Mobilitätsunternehmen LYFT.

Wenn bei einem Börsegang keine neuen Aktien platziert werden, spricht man von einem Listing – diese sind in der Regel volatiler (dies ist u.a. auch bei SLACK zu erwarten – siehe Artikel unten). Insgesamt steht das Tech-IPO Jahr erst am Anfang – wir dürfen auf ein paar sehr heiße Unicorns freuen, die bald von jedermann gezeichnet werden können.

Die größten Tech-Unicorns die ein IPO angekündigt haben:

Alle genannten Unternehmen, haben längst Einzug in unseren Alltag gefunden und werden auch noch in den nächsten Jahren begleiten. Die erwarteten IPOs könnten in Summe ein Volumen von über 200 Milliarden US-Dollar übersteigen und werden die Aktienmärkte durchaus in Bewegung versetzen.

Der Videokonferenz Anbieter Zoom.us ist profitabel – dies gilt nicht für viele Tech-Unternehmen zum Zeitpunkt des IPOs in den USA – allerdings haben alle Firmen enorm hohe Kunden bzw. User-Zahlen damit ist schnell klar das diese bei Zeiten auch in Richtung verstärkter Monetisierung (Profitabilität) gehen können. Vielfach ist allerdings zunächst das Ziel die Wettbewerber der Old-Economy aus dem Markt zu drängen.

Für Investoren wiederum bedeutet das, dass es große Fantasie gibt und man durchaus bei einem guten Einstieg nach dem Börsegang und einem bestätigten „fairen“ Marktwert und gutem Wind (generell an den Börsen) schöne Erträge im Aktienportfolio für die nächsten Jahre erzielen könnte, wenn man sich diese Titel genauer ansieht.

Ich freue mich persönlich schon sehr darauf ein paar Aktien meinem Wikifolio „Digital Gamechangers“ aufzunehmen. Wer selbst daran denkt, den ein oder anderen Wert zu kaufen – sollte drei Regeln beachten:

1.) Timing! Tech-Aktien fallen gerne in den ersten 6 bis 12 Monaten, da Investoren und Mitarbeiter bereits vor vielen Jahren Aktien zu sehr viel günstigeren Preisen erworben haben und (wenig verwunderlich) zumindest teilweise zu Geld machen wollen.

2.) Streuen! Wer in Post-IPO Unternehmen investiert – sollte breit streuen, da diese Aktien in der Regel volatiler (d.h. riskanter) sind als etablierte Unternehmen und sich erst an der Börse beweisen müssen. Viele Unternehmen schaffen es langfristig nicht zu überzeugen – es ist also Vorsicht geboten!

3.) Halten! Auf Aktienmärkten gewinnt die Bank, insbesondere wenn man zu viel handelt oder gar „zockt“. Transaktionskosten sind für Privatanleger hoch – man sollte also eher schrittweise kaufen und einen Veranlagungshorizont von 2 bis 3 Jahren haben. Wenn man das Geld dringender braucht – Finger Weg!

In persönlich liebe Tech-Werte – ich beschäftige mich mit diesem Thema täglich und zeige über die Social-Trading Plattform Wikifolio „Digital Gamechangers“ transparent welche Tech-Aktien ich verfolge. Ich bilde dort eine Muster-Strategie ab, die das Ziel verfolgt regelmäßig den führenden Tech-Index NASDAQ zu schlagen. Bislang mit Erfolg – aber davon könnt ihr euch ja selbst überzeugen.